Das Wichtigste in Kürze

  • Schnecken im Aquarium sind recht anspruchslos und leicht zu halten
  • Die Geweih- und die Rennschnecke vermehren sich nicht im Aquarium
  • Die Blasenschnecke wird oft über Pflanzen ins Aquarium eingeschleppt
  • Raubschnecken können eine Überpopulation vernichten
  • Posthorn– und Turmdeckelschnecken sind leicht zu halten und vermehren sich bei geringer Fütterung auf verträgliche Weise

Sind Schnecken im Aquarium sinnvoll oder schädlich?

Bei Schnecken im Aquarium denken viele Menschen zunächst an eine Plage. Dabei sind Schnecken für manche Aquarianer ein genauso beliebtes Haustier wie Fische oder Garnelen.

Posthornschnecke - Planorbarius corneusFoto: Nicholas Toh / shutterstock.com

Das Gerücht, das Schnecken grundsätzlich zur Plage werden ist Unsinn. Manche Schneckenarten wie die Zebra-Rennschnecke können sich im Aquarium gar nicht vermehren.

Bei anderen Arten wie Posthornschnecken kann man einer starken Vermehrung durch geringe Fütterung Einhalt gebieten.

Das brauchen Schnecken im Aquarium

Wasserwerte

  • pH-Wert: 6 – 9
  • GH: ab 6°
  • Temperatur: 15 – 30°C
  • Beckengröße: ab 20 Liter

Aquarium gut einfahren

Schnecken sollte man erst ins Aquarium einsetzen, wenn es schon gut eingefahren ist. Das Becken sollte mindestens vier Wochen laufen. Rennschnecken zum Beispiel sterben, wenn nicht genügend Algen vorhanden sind, die sie abweiden können. Am besten setzt man diese Art erst nach vier bis sechs Monaten ein.

Aquarium-Einrichtung

Viele Schnecken durchbuddeln den Bodengrund nach Futterresten und graben sich gerne ein. Deswegen ist ein Bodengrund aus Sand oder feinem Kies ideal.

Raubschnecke - Clea helenaFoto: Arunee Rodloy / shutterstock.com

Ansonsten benötigen Schnecken keine besondere Einrichtung im Becken. Sie brauchen weder spezielle Verstecke, noch besondere Pflanzen und legen auch keinen Wert auf die Art des Lichtes.

Vergesellschaftung

Vorsichtig sein muss man allerdings bei der Vergesellschaftung von Schnecken im Aquarium. So gibt es Fisch- und Schneckenarten, die andere Schnecken fressen.

Vergesellschaftung der Spitzschlammschnecke im AquariumFoto: Guillermo Guerao Serra / shutterstock.com

Dazu zählen zum Beispiel Kugelfische oder die sogenannte Raubschnecke/Clea Helena. Auch bei Schmerlen kann es passieren, dass sie Schnecken fressen.

Schneckenbekämpfung

Raubschnecken und Schmerlen werden gerne zur Schneckenbekämpfung im Aquarium eingesetzt, wenn es zu einer Plage von Blasenschnecken gekommen ist. Jedoch darf man nicht vergessen, dass die Tiere ebenfalls an schöne und gewollte Schneckenarten gehen.

Futter

Normalerweise müssen Schnecken im Aquarium nicht extra gefüttert werden. Sie ernähren sich hauptsächlich von Futterresten und Algen.

Spitzschlammschnecke im Aquarium

Füttert man eher wenig (was natürlich dabei hilft, die Vermehrung der Schnecken in Grenzen zu halten), ist es sinnvoll den Schnecken trotzdem Futter anzubieten. Da sie Allesfresser sind, braucht man kein spezielles Schnecken-Futter.

Schnecken fressen:

  • abgestorbene Pflanzenteile
  • Welstabletten
  • Fischfutter
  • Aufwuchs und Algen
  • Gemüse (Salat, Gurke)
  • Bakterien

Schnecken-Arten für Anfänger

  • Blasenschnecken
  • Posthornschnecken
  • Raubschnecke
  • Rennschnecke
  • Turmdeckelschnecke
  • Geweihschnecke

Blasenschnecken

Blasenschnecken werden meist über Pflanzen ins Aquarium eingeschleppt und nicht gekauft. Sie vermehren sich relativ schnell und sehen nicht sonderlich reizvoll aus. Trotzdem sind sie keineswegs schädlich, sondern nützliche Verwerter von Resten im Aquarium.

Posthornschnecken

Posthornschnecken gibt es in vielen Farben. Sie gehören zu den beliebtesten Anfänger-Schnecken und lassen sich leicht züchten. Sie haben keine hohen Ansprüche an die Wasserwerte und können gut mit Garnelen und friedlichen Fischen vergesellschaftet werden.

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Raubschnecke

Raubschnecken, auch Clea Helena genannt, werden hauptsächlich zur Bekämpfung bei Schneckenplagen eingesetzt. Dabei sind sie mit ihren gelb schwarz gestreiften Häusern auch ein ansehnlicher Aquarium-Bewohner.

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Rennschnecke

Die Rennschnecke gehört zu den besonders schönen Aquarium-Schnecken, die sich im Süßwasser nicht vermehrt. Sie ernähren sich von Aufwuchs, Algen und Mikroorganismen und werden deswegen gerne gegen Algenbewuchs eingesetzt.

Es gibt sie in vielen schönen Farben und Mustern, sodass sie im Aquarium zu einem echten Hingucker werden können.

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Turmdeckelschnecke

Die Turmdeckelschnecke gibt es vielen verschiedenen Arten von winzig klein bis riesen groß. Während sich die kleineren Arten gerne im Becken vermehren, bringen die großen Arten im Aquarium keine Jungen zur Welt.

Die lebendgebärende Schnecke verdankt ihren Namen dem zum langen Turm gedrehten Häuschen auf ihrem Rücken.

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Geweihschnecke

Auch die Geweihschnecke ist etwas ganz besonders. Neben ihrer großen Freude daran, Algen zu vernichten, wird sie auch wegen ihres Aussehens gerne eingesetzt. Ihr Haus wird durch kleine Stacheln verziert, welche ihr zu ihrem Namen verhelfen.

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Schnecken züchten

Die Vermehrung von Schnecken muss nicht angeleiert werden. Sie klappt von ganz allein. Jedoch können sich nicht alle Schnecken-Arten im Aquarium vermehren. Dazu zählen die Rennschnecke und die Geweihschnecke. Diese beiden äußerst schön anzusehenden Schnecken-Arten sind im Süßwasser nicht dazu fähig, sich zu vermehren.

Turmdeckelschnecken gehören zu den lebendgebärenden Schnecken-Arten. Sie bringen ca. alle zehn Tage ein Jungtier zur Welt. Nach rund 30 Nachkommen ist Schluss mit der Vermehrung.

Posthornschnecken wiederum legen Eier an die Unterseite von Pflanzen oder anderen Gegenständen im Aquarium ab. Ein Gelege enthält bis zu 40 Eier aus denen nach wenigen Tagen fertig entwickelte Jungtiere schlüpfen. Bei den Blasenschnecken sind es bis zu 50 Eier, dessen Jungtiere nach einigen Wochen schlüpfen.

Zu viele Schnecken im Aquarium: Ursache und Bekämpfung

Blasenschnecken gehören zu den Schnecken-Arten, die man sich eher selten freiwillig ins Aquarium holt. Meist hängen sie an frisch gekauften Pflanzen oder anderen Gegenständen, die aus einem laufenden Aquarium stammen.

Jedoch muss man sich davor nicht fürchten. Bei geringer Fütterung vermehren sich selbst Blasenschnecken nicht allzu schnell.

Aquarium für Posthornschnecken einrichtenFoto: Alex DeG / shutterstock.com

Stört es einen trotzdem oder es ist bereits zu einer Plage im Aquarium gekommen, gibt es neben dem Einsetzen von Raubschnecken, die andere Schnecken frisst, noch weitere Möglichkeiten, um die Schnecken wieder los zu werden:

  • Die Schnecken können von Hand abgesammelt werden (einfach so oder mit Hilfe von einer Futtertablette)
  • Eine Schneckenfalle aufbauen (gibt es im Handel)
  • Raubschnecken einsetzen (Clea Helena)

Raubschnecken

Achtung beim Einsetzen von Raubschnecken. Zum einen vermehren sie sich ebenfalls im Aquarium und zum anderen müssen sie mit Schnecken gefüttert werden, nachdem sie ihre Arbeit verrichtet haben.

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Ungewolltes Schnecken-Sterben: Was nun?

Die häufigste Ursache für ein starkes Schnecken-Sterben im Aquarium, besonders bei Renn- und Geweihschnecken, ist, dass sie schlichtweg verhungern. So sollte man sie niemals in ein frisch eingefahrenes Becken einsetzen.

Weitere Ursachen können schlechte Wasserwerte oder ein Fressfeind im Aquarium sein. Eher selten erkranken Schnecken im Aquarium, sie sind eher zähe Bewohner.

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