max. Größe 0.6 cm
Haltung einfach
Zucht einfach
Wasser-
temperatur
22 bis 24  °C
Wasserwerte PH: 7 - 8.5 pH
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Verbreitung des Großen Wasserfloh

Daphnia magna, der Große Wasserfloh, ist einer der größten und am weitesten verbreiteten Wasserfloharten in Mitteleuropa. Während der Sommermonate kommt es oft zu Massenentwicklung besonders nach einer Algenblüte. Der Große Wasserfloh besiedelt vor allem nährstoffeiche Kleingewässer wie Tümpel, Dorfweiher oder stehende Pfützen auf überdüngten Vieweiden u.ä. Im Zoofachegschäft wird dem Aquarianer meist dieser Große Wasserfloh als Futtertier für Aufzucht und Pflege der Zierfische angeboten. Auch außerhalb Europas ist der Große Wasserfloh weit verbreitet. Man findet ihn in Afrika, Asien und Nordamerika.

Merkmale, Form und Färbung

Der Große Wasserfloh hat eine in Felder gegliederte Schale, die am Hinterrand mit kleinen Dörnchen besetzt ist. Diese Schale endet beim Große Wasserfloh in einer vergleichsweise kurzen Spitze, der sogenannten Spina. Der Vorderrand des Kopfes läuft in einer Spitze zu, dem sogenannten Rostrum. Wie alle Krebse, so besitzen auch die Wasserflöhe zwei Antennenpaare. Bei den Wasserflöhen ist das zweite Antennenpaar zum Fortbewegungsorgan umgebildet worden. Der rhythmische Schlag dieser Antennen treiben die Wasserflöhe in kurzen Sprüngen in der Regel nach oben; damit erklärt sich auch der deutsche Name Wasserfloh. Mit dieser Aufwärtsbewegung müssen sie auch das passive Absinken im Wasser kompensieren. Im Gegensatz zum Gemeinen Wasserfloh überragen die Sinnesborsten des ersten Antennenpaares die Spitze des Rostrums. Der Kopfteil des Carapax ist beim Große Wasserfloh abgeplattet. Der Kopf ist im Stirnbereich konvex, also ohne Eindellung, ausgebildet. Der Hinterleib des Große Wasserfloh ist im Bereich des Afters im Gegensatz zu Daphnia pulex tief eingeschnürt.

Haltung des Großen Wasserfloh im Aquarium

Der Große Wasserfloh ist einer der wichtigsten Futtertiere bei der Aufzucht von Zierfischen. Daher kennt ihn wohl jeder Aquarianer. Es lohnt sich ihn aber auch auf Dauer in einem eigens dafür eingerichteten Aquarium zu halten, zu beobachten und zu züchten. Denn züchtet man Aquarienfische, dann muss man ohnehin ständig für Nachschub sorgen und ist bald auf eine Planktonzucht angewiesen. Man hält den Großen Wasserfloh am besten in einem relativ hohen Aquarium, welches von oben nur bis zu etwa einem Drittel der Wassertiefe beleuchtet wird. In dieser oberen, gut ausgeleuchteten Wasserschicht können sich dann auch Grünalgen, die wichtigste Nahrungsquelle, entwickeln, da sie zur Photosynthese genügend Lichtenergie benötigen. Die Großen Wasserflöhe dagegen, halten sich dagegen tagsüber in den unteren Wasserschichten auf und meiden das Licht. Erst wenn es dunkel wird, bzw. das Aquarienlicht ausgeschaltet ist, steigen sie nach oben, um die planktischen Algen, die sich dort tagsüber konzentriert haben, abzufiltrieren. Im Gewässer führen sie dabei Vertikalwanderungen von vielen Metern durch. Man nimmt an, dass sie diese Überlebensstrategie im Laufe ihrer Stammesgeschichte entwickelt haben, um ihre Fressfeineden, planktonfressenden Fischen, die sich ja optisch beim Planktonfang orientieren, zu entgehen. Da die ständige Aufwärtsbewegung durch das Schlagen der zweiten Antennenpaare viel Energie benötigt benötigen die Wasserflöhe neben Phytoplankton auch viel im Wasser gelösten Sauerstoff. Diesen liefert ihnen mit ihrer Photoassimilation die Algen. Daher ist eine zusätzliche Belüftung des Aquariums für die Wasserflöhe contraproduktiv. Wird die mittels Membranpumpe und Ausströmerstein erzeugte Strömung zu stark, dann halten sie sich an den Glaswänden des Beckens auf und stellen das Filtrieren ein.

Nachzucht des Großen Wasserfloh

Zum Aufbau eines eigenen Zuchtstammes benötigt man vor allem das richtige Futter. Am besten dazu geeignet sind kugelförmige, kleinen Grünalgen, die man als Algenstamm auf Schrägagar in einem Reagenzglas zusammen mit der auf die Algen abgestimmten Nährlösung von einem auf die Ausstattung von biologischen Schullabors spezialisierten Versandhandel beziehen kann. Diese Algen werden nach Gerbauchsanweisung zunächst in einem sauberen, möglichst sterilen Glasgefäß vorkultieren, welches mit einem Wattestopfen vor Verkeimung geschützt wird. Die Nährlösung wird mit destilliertem Wasser aufgefüllt, eine Algenprobe ins Kulturgefäß gegeben und ausreichend belüftet, damit sich die Algen nicht am Gefäßboden oder an den Seitenwänden absetzen. Als Standort für das Kulturgefäß wählt man am besten ein Ostfenster mit Morgensonne. Hat das Wasser im Kulturgefäß eine intensiv grüne, irisierende Farbe angenommen, dann können davon täglich etwa 100ml in das Wasserflohbecken umgefüllt werden. Das klingt komplizierter als es mit etwas Routine wirklich ist. Noch einfacher geht es, wenn man die Wasserflöhe mit Trockenhefe oder Möhrensaft versorgt. Die Hefe wird zuvor in etwas Wasser aufgelöst, bis es eine undurchsichtige, graue Farbe annimmt. Die Möhrensaft konzentrierten Karotinoide rufen auch bei den Wasserflöhen eine partiell intensiv orange Körperfärbung hervor, die wiederum die Rot- und Orangetöne der Zierfische am Ende dieser Nahrungskette verstärkt. In ihren natürlichen Gewässern bilden die Weibchen auf ungeschlechtlichem Weg über viele Generationen sogenannte Subitaneier, die sich Brutraum unter dem Rücken ihrer Schale zu fertigen kleinen Wasserflöhen entwickeln. Nach einer Paarung mit den Männchen bilden die Weibchen schließlich Dauereier, Ephippien genannt. Sie bestehen aus einem Teil der Rückenschale und beherbergen jeweils Eier. Mit Hilfe dieser Dauereier überstehen die Wasserflöhe ungünstige Zeiten, z.B. bei Austrocknung des Gewässers im Sommer oder niedrigen Temperaturen während der Wintermonate. Aus den Subitan- und Dauereier schlüpfen stets voll entwickelte Wasserflöhe; es gibt also kein Nauplienstadium wie beim Salinenkrebschen, Artemia salina. Unter den optimalen Haltungsbedingungen im Zooplanktonbecken sollten eigentlich nur Subitaneier gebildet werden.

Literaturhinweis

MÜLLER, H. & E.SAAKE (2979): Einführung in Formen, Baupläne und Ökologie von Mikroorganismen limnischer Ökosysteme.- Pädagogische Hochschule Ruhr Dortmund.
STREBLE,H. & D.KRAUTER (2008): Das Leben im Wassertropfen. Mikroflora und Mikrofauna des Süßwassers.- Franck-Kosmos (Stuttgart).

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