Das wichtigste in Kürze:

  1. für die Garnelenzucht eignet sich ein Arten-Becken am besten
  2. der Filter im Zuchtbecken muss für Garnelen sicher sein
  3. ein Zuchtbecken für Garnelen sollte gut bepflanzt sein und viele Versteckmöglichkeiten bieten
  4. die Aquarium-Größe ist nicht verantwortlich für die Höhe der Zuchtwahrscheinlichkeit
  5. Garnelen züchten macht Spaß, aber man sollte sich für eine Garnelen Art entscheiden
  6. Garnelen können sich untereinander kreuzen

Das richtige Aquarium, zum Garnelen züchten

Das Artenaquarium

Am besten eignet sich zur Zucht ein reines Artenaquarium. Dort sind die Jungtiere sicher vor Fressfeinden.

Junggarnelen züchtenFoto: David Tadevosian / shutterstock.com

Aber auch Fische, die keine Garnelen fressen sind manchmal ein Zuchthindernis. Schwimmen sie hektisch im Becken umher, kann das die Garnelen stressen und die Zuchtchancen minimieren.

Der richtige Filter

Ebenso wichtig ist ein Mattenfilter, der für Garnelen sicher ist. Im Handel findet man geeignete Filter für Garnelen.

Unser Tipp

Man kann aber auch einen Nylonstrumpf über den Filter ziehen und damit verhindern, dass sich der Nachwuchs im Filter verfängt.

Die richtige Bepflanzung

Da sich tragende Garnelen gerne zurückziehen und verstecken, muss das Aquarium gut bepflanzt sein. Moose und Höhlen aus Wurzeln mit aufgebundenen Pflanzen eignen sich dafür besonders gut.

Moos als perfekte Pflanze für GarnelenFoto: Shrimplake / shutterstock.com

Stimmt der Besatz im Becken, ist es richtig bepflanzt und haben Sie auch einen guten Filter ausgewählt, haben Sie bei der Wahl der Aquarium-Größe freie Hand.

Welche Garnelenarten kann man züchten?

Um Erfolg beim Garnelen züchten zu haben, sollten Sie sich auch über die Garnelen-Art erkundigen, die Sie züchten möchten. Es gibt, wenn man die Fortpflanzung betrachtet, zwei verschiedene Arten von Garnelen. Arten wie die Neocaridina sind leicht zu züchten. Sie lassen sich in normalem Leitungswasser halten und gebären nach einer kurzen Tragezeit fertig entwickelte Garnelen-Jungtiere.

Die Zucht für Fortgeschrittene

Arten wie Amano-Garnelen sind sehr viel schwieriger zu züchten. Sie benötigen Brackwasser und Temperaturschwankungen, um sich im Aquarium zu vermehren.

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Der Nachwuchs wird als Larve ins Wasser abgesetzt und stellt einige Herausforderungen an seinen Züchter. Die Zucht dieser Arten ist also schwierig und für Anfänger nicht ratsam.

Die Zucht für Einsteiger

Die Zucht der folgenden Arten (dies sind nur Beispiele) gelingt in einem artgerechten Becken auch Anfängern ohne Probleme.

Unser Tipp: Garnelenarten, die sich leicht züchten lassen:

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Aber Achtung

Setzt man mehrere Arten dieser Garnelen in ein Aquarium, dann können sich die Arten auch untereinander kreuzen. Dabei können zwar auch schöne Farbvarianten herauskommen, auf Dauer verlieren die Tiere aber ihre Farbe und der Nachwuchs wird nur noch durchsichtig oder bräunlich. Besser ist es, Sie entscheiden sich für eine Art.

Den meisten Anfängern in der Garnelenzucht fällt dies schwer. Sind doch alle Arten wunderschön.

In der richtigen Garnelenzucht werden aber sogar die nicht so kräftig gefärbten Tiere ausselektiert, damit der Stamm immer schönere Tiere zum Vorschein bringt. Stört einen der Farbverlust nicht, kann man natürlich auch bunte Garnelen-Truppen zusammen halten.

Los geht´s – Startbesatz und Eingewöhnung

Um mit der Zucht nun endlich loszulegen, haben Sie folgende Punkte beachtet:

  1. ein Aquarium ausgesucht, mindestens 20 Liter
  2. das Aquarium eingerichtet (dunkler Bodengrund, viele Pflanzen und Versteckmöglichkeiten, sicherer Filter)
  3. das Aquarium ein paar Wochen einfahren lassen
  4. sich für eine Garnelenart entschieden
  5. die Wasserwerte vor dem Kauf der Garnelen kontrolliert

Der Startbesatz

Ein Startbesatz von 10 bis 20 Garnelen sollte reichen. Haben Sie sich für ein viel größeres Becken (über 60 Liter) entschieden, dann können Sie auch 40 bis 50 Garnelen einsetzen.

Startbesatz zum Garnelen züchten

Das Ziel ist natürlich, den Garnelen-Stamm selbst zu erweitern. Deswegen wundern Sie sich nicht, wenn das Aquarium nach dem Einsetzen der Garnelen noch ganz leer aussieht.

Sanfte Eingewöhnung

Da Garnelen zur Schockhäutung neigen, wenn Sie zu schnell in das Becken gesetzt werden, sollte Sie dabei ganz sanft vorgehen.

Ab wann Garnelen in das Aquarium einsetzen

An einer Schockhäutung können die Tiere sonst sterben. Tröpfeln Sie über mehrere Stunden nur ganz wenig Wasser aus dem Aquarium in den Behälter mit den Garnelen. Lassen Sie diese dann ganz vorsichtig ins Becken. Dafür eignet sich ein Kescher für Garnelen gut.

Sollten Sie das Aquarium artgerecht eingerichtet haben, beginnt die Paarung bald ganz von allein.

Der Eifleck, Paarungsschwimmen und Garnelen mit Eiern

Mit nur wenigen Lebensmonaten sind Garnelen geschlechtsreif. Bei weiblichen Garnelen lässt sich ein Eifleck erkennen. Dieser sitzt im Nacken der Garnele.

Garnele mit Eifleck im NackenFoto: Sardo Michael / shutterstock.com

Dort werden die Eier gebildet, die dann vom Männchen befruchtet werden, damit Junggarnelen entstehen.

Die weibliche Garnele ist dann bereit sich zu paaren, wenn sich die Eier vollständig entwickelt haben. Anschließend häutet sie sich und das Paarungsschwimmen beginnt.

Paarungsschwimmen bei GarnelenFoto: Dany Kurniawan / shutterstock.com

Da das Weibchen nun Hormone ausschüttet, werden die Männchen auf sie aufmerksam. Sie beginnen sie durch das Becken zu jagen, um sich mit ihr zu paaren.

Sie geben ihren Samen an das Weibchen ab und die Eier wandern vom Nacken zum Bauch.

Garnele ist schwangerFoto: Arunee Rodloy / shutterstock.com

In den nächsten Wochen entwickeln sich die Eier im Bauch so weiter, dass sie anschließend als kleine Garnelen schlüpfen können. Ein Wurf besteht meist aus 30 bis 40 Junggarnelen.

Aufzucht der Junggarnelen

Sind die kleinen Garnelen geboren, ernähren sie sich hauptsächlich vom Mulm im Becken.

Unser Tipp

Deswegen sollte ein Garnelen-Aquarium niemlas komplett vom Mulm befreit werden!

Auch an Pflanzenteilen fressen sich die Kleinen satt. Sie müssen also nicht extra gefüttert werden.

Die anderen Garnelen stellen keine Gefahr für die Jungtiere dar. Ist der Filter jedoch nicht ausreichend gesichert, kann dieser zu einer tödlichen Falle werden. Auch das Absaugen mit einem Schlauch ist gefährlich. Um zu verhindern, dass die Kleinen miteingesaugt werden, können Sie einen unbenutzten Nylonstrumpf über das Schlauchende ziehen.

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