max. Größe 0.15 cm
Haltung einfach
Zucht einfach

Lebensraum der Hüpferlinge

Je nach Gattung und Art leben die Ruderfußkrebse in stehenden Kleingewässern wie Tümpeln, Teichen und selbst kleinsten Pfützen, aber auch in der Freiwasserzone größerer Seen. Neben Cyclops strenuus ist Eucyclops serrulatus die am häufigsten in Mitteleuropa vorkommende Art. Cyclops strenuus ist im Frühjahr Bestandteil des Zooplanktons. Das letzte Larvenstadium, das 5.Copepoditstadium, gräbt sich den Sommer im Schlamm am Gewässergrund ein und verbringt dort eine Diapause. Viele andere Arten bilden kein Dauerstadium und leben das ganze Jahr hindurch im Zooplankton. Da andererseits die Wasserflöhe (Daphnia magna und andere Arten) im Winter Dauerstadien bilden und damit für die Aufzucht der Zierfische ausfallen, sind die Copepoden im Winter ein gutes Ersatzfutter. Die adulten Hüpferlinge ernähren sich räuberisch vom Nannoplankton, welches sich aus kleinsten Rädertierchen und tierischen Einzellern zusammensetzt. Aber auch Wasserflöhe und andere Zooplankter gehören zum Beuteschema der Hüpferlinge. Selbst die Fischbrut bleibt von manchen Copepoden-Arten nicht verschont. Adulte Hüpferlinge gehören daher nicht ins Ablaich- und Aufzuchtbecken von Zierfischen.

Merkmale, Form und Färbung

Hüpferlinge gehören zur großen Gruppe der Ruderfußkrebse (Copepoda). Ihr Körper hat keine Schale (Carapax). Der Kopf hat nur ein einziges Auge, das sogenannte Naupliusauge. Auch der Gattungsname Cyclops leitet sich vom Cykloben, einem einäugigen Reisen aus der griechischen Mythologie, ab. Wie alle niederen Krebse so hat auch auch Cyclops 2 Antennennpaare, von denen das erste länger und kräftiger entwickelt ist, sowie 3 Paar Mundwerkzeuge. Der Körper ist in 11 Segmente gegliedert mit einem Paar Kiefernfüße und insgesamt 5 Spaltbeinpaaren, mit deren Hilfe sich Cyclops hüpfend fortbewegt. Die langen ersten Antennen dienen dabei zum Ausbalancieren, bei den Männchen eher als Greiforgane zum Festhalten der Weibchen bei der Paarung. Der Hinterleib trägt keine Gliedmaßen, er läuft zum Hinterende hin schmal zu und gabelt sich links und rechst in jeweils 2 kurze und 2 lange, behaarte Endborsten. Die Gruppe der Ruderfußkrebse umfasst zahlreiche Gattungen und Arten, die nur mikroskopisch unterschieden werden können.

Haltung der Hüpferlinge im Aquarium

Hüpferlinge gelangen meist als Beifang von Wasserflöhen ins Aquarium. Da sie meist keine Dauerstadien bilden, können sie auch im Winter mit dem Planktonnetz aus Teichen und Tümpeln gefangen werden. Auch Hüpferlinge sind relativ einfach im Aquarium zu halten und zu züchten. Ein Einmachglas oder kleines Vollglasbecken von 5 Liter Volumen ist dazu völlig ausreichend. Täglich gibt eine kleine Portion von zuvor in Wasser aufgelösten Trockenfutter oder auf feuchten Möhrenschnitzeln herangezogenen Rädertierchen und anderen Infusorien zur Versorgung der Hüpferlinge in das Glas. Hüpferlinge stellen eine wertvolle fett- und karotinreiche Ernährung für viele Zierfische dar, werden aber nicht von allen Fischarten gleich gerne gefressen. Auch Hüpferlinge werden inzwischen im Zoofachhandel regelmäßig als Frostfutter angeboten.

Nachzucht der Hüpferlinge

Nach der Paarung mit dem Männchen entwickeln sich die Eier in auch mit bloßem Auge deutlich sichtbaren, kleine Eisäckchen zu beiden Seiten des Hinterleibs der Weibchen. Die Erstlarven, die aus diesen Eiern schlüpfen, haben zunächst nur 3 Segmente. Die Zahl der Segmente dieser Nauplien- und insgesamt 5 Copepoditstadien vergrößert sich von Häutung zu Häutung.

Literaturhinweise

BAUMEISTER,W. (1972): Planktonkunde für jedermann. Kap. Bestimmungsschlüssel für die wichtigsten Tier- und Pflanzengattungen des Planktons.- Franck-Kosmos (Stuttgart).
BELLMANN,H. (1991): Spinnen, Krebse, Tausendfühler.- (Mosaik Verlag München).
BERTELMANN, I.: Cyclops strenuus.- Hüpferling.- FirstFish.de.
BREMER,H. (1985): Futter für Aquarienfische.- Vivaristik Ratgeber 12 (Neumann Verlag Leipzig).
MÜLLER, H. & E.SAAKE (2979): Einführung in Formen, Baupläne und Ökologie von Mikroorganismen limnischer Ökosysteme.- Pädagogische Hochschule Ruhr Dortmund.
STREBLE,H. & D.KRAUTER (2008): Das Leben im Wassertropfen. Mikroflora und Mikrofauna des Süßwassers.- Franck-Kosmos (Stuttgart).

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