Die Apfelschnecken

Apfelschnecken im Überblick

Die in Aquarien gehaltenen Apfelschnecken stammen ebenso wie die Paradiesschnecke aus dem tropischen Südamerika, vor allem aus dem Amazonasbecken Brasiliens. Apfelschnecken haben einen langen Atemsiphon, mit dem sie an der Wasseroberfläche Luftsauerstoff schöpfen können. Da ihre Radula meist zu weich ist, ernähren sie sich nicht von Algenrasen, sondern leben als Restevertilger und Aasfresser. Zusätzlich muss man ihnen ausreichend Grünkost bieten, so fressen sie die Wasserpflanzen im Aquarium kahl. Apfelschnecken sind getrenntgeschlechtlich. Mit Ausnahme der Paradiesschnecke legen sie ihre Eier stets oberhalb der Wasserlinie ab. Apfelschnecken wurden vor einigen Jahren in süditalienischen Gewässern offensichtlich von gedanken- oder verantwortungslosen Aquarianern ausgewildert. Seit dem haben sie sich massenhaft vermehrt und bedrohen die einheimische Wasserschneckenfauna in ihren Beständen. Aus diesem Grund ist die Einfuhr und der Handel von Apfelschnecken der Gattung Pomacea seit dem 1.1.2013 EU-weit verboten.

Verschiedene Apfelschnecken machen sich über ein Salatblatt her. Im Vordergrund eine Ampullaria-Art, dahinter mehrere Paradiesschnecken der Gattung Marisa

Foto: Katrin-die-Räuberbraut, Public Domain

Verbreitung und Lebensraum der Apfelschnecken

Apfelschnecken der Gattung Pomacea haben ihr Verbreitungsgebiet im tropischen Südamerika, vor allem im Amazonasbecken Brasiliens und den angrenzenden Nachbarländern. Die Paradiesschnecke Marisa cornuarietis wurde aber auch in Costa Rica, Panama, Florida und Texas ausgesetzt und bildet dort inzwischen konstante Populationen. Auch die Apfelschnecke Pomacea canaliculata stammt ursprünglich aus dem Amazonasgebiet, wurde aber auch in vielen Ländern Südostasiens und im Süden der USA angesiedelt. Apfelschnecken besiedeln kleinere stehende und langsam fließende wasserpflanzenreiche Gewässer. Eine weitere, im Aquarium gezüchtete Art ist die Zebraschnecke Asolene spixi, die ebenfalls aus Brasilien stammt. In Afrika, teilweise auch in Asien kommen weitere Gattungen der Ampullariidae vor, die aber aquaristisch keine Rolle spielen. In Südostasien gelten Apfelschnecken gekocht als Delikatesse.

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Merkmale, Form und Färbung der Apfelschnecken

Die Größe der Apfelschnecken (Familie Ampullariidae) liegt je nach Art von 3 bis zu 15cm. Apfelschnecken haben einen Siphon: Mit diesem Atemrohr holen sie an der Wasseroberfläche Luftsauerstoff. Von der Apfelschnecke Pomacea bridgesii wurden verschiedene Farbschläge herausgezüchtet.

Haltung der Apfelschnecken im Aquarium

Apfelschnecken sollte man nicht mit Fischen und Krebsen vergesellschaften. Die Versuchung dieser Beckengenossen, einmal am Sipho der Schnecke zu knabbern in der Annahme es wäre ein Wurm, wäre zu groß. Eine Haltung zusammen mit Zwerggarnelen, Fächergarnelen und anderen Schnecken (außer Raubschnecken) ist aber möglich. Denn Apfelschnecken sind für diese Gruppen keine Nahrungskonkurrenten. Ihre Radula, die Raspelzunge, ist bei den meisten Arten zu weich, als dass sie Algen und andere Aufwuchsorganismen erfolgreich abweiden könnten. Stattdessen leisten sie im Aquarium gute Dienste als Resteverwerter und als Gesundheitspolizei bei der Beseitigung von Aas. Einige Arten, wie Pomacea canaliculata und die Paradiesschnecke Marisa cornuarietis sind als Rasenmäherschnecken verschrien, da sie auch vor Wasserpflanzen nicht Halt machen und ein Aquarium innerhalb kurzer Zeit kahl fressen können. Um dies zu vermeiden, sollte man ihnen regelmäßig Grünkost wie Salatblätter o.ä. als Alternative bieten. Apfelschnecken legen nicht nur ihre Eier oberhalb des Wasserspiegels ab, sie klettern auch außerhalb der Fortpflanzungszeit gerne an den Aquarienscheiben hoch. Da sie wahre Ausbruchskünstler sind, muss man ein Aquarium mit Apfelschnecken lückenlos abdecken. Im Aquarium können Apfelschnecken zwischen 1 und 4 Jahre alt werden.

Nachzucht der Apfelschnecken

Gelege einer Apfelschnecke oberhalb der Wasserlinie

Foto:Gary M. Stolz, U. S. Fish and Wildlife Service, Creative Commons License 2.5 US-amerikanisch Unported

Apfelschnecken sind getrenntgeschlechtlich. Die Weibchen der Apfelschnecken können noch wochenlang nach einer Befruchtung durch die Männchen immer wieder Eier legen. Die Eigelege werden stets oberhalb der Wasserlinie an Pflanzen und Hartsubstraten abgelegt, im Aquarium also in der Regel an der Innenseite des Glasscheibe. Oft kriechen sie zur Eiablage an den oberen Rand des Aquariums und kleben das Gelege dann kopfüber unter die Abdeckscheibe. Auch aus diesem Grund muss das Aquarium ausbruchssicher und lückenlos abgedeckt sein. Wahrscheinlich haben sie dies Ablaichverhalten im laufe ihrer Stammesgeschichte entwickelt, damit die Eier der Apfelschnecken vor schnecken- und laichfressenden Fischen sicher sind. Die Eier härten an der Luft sehr schnell aus. Die harte Schale schützt das Ei vor Austrocknung. Je nach Art können diese Eigelege bis zu 20cm groß sein. Nach etwa 14 Tagen schlüpfen die voll entwickelten Jungschnecken. Nur die Paradiesschnecke legt ihre Eier in einer Gallertmasse unter Wasser ab. Für eine erfolgreiche Nachzucht von Apfelschnecken im Aquarium sollte man ein Geschlechterverhältnis von Weibchen zu Männchen wie 1:3 wählen. Sonst werden die Weibchen ständig von paarungswilligen Männchen überstrapaziert.

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