Lebensraum der Europäischen Süßwasserkrabbe

Die Europäische Süßwasserkrabbe ist im Mittelmeerraum verbreitet. Hier kommt sie vor allem in Italien mit dem Gardasee als nördlichstem Fundort, in Dalmatien, im westlichen Teil Griechenlands und auf der Insel Malta vor. In Malta allerdings ist die Population parktisch ausgestorben. Die Europäische Süßwasserkrabbe besiedelt gestaute oder langsam fließende, beschattete Strecken sauberer Fließgewässer, Waldbäche und kleinere Flüsse. Die Europäische Süßwasserkrabbe hält sich auch gerne an Land auf, flüchtet aber, sobald sie sich gestört fühlt, ins Wasser und versteckt sich dann unter einem Stein oder in der Uferböschung. Schon in der Antike war diese Krabbe bekannt, sie war Vorbild für das Sternzeichen Krebs und zierte auch alte ägyptische und sizilianische Münzen. Vor dem Beitritt Maltas zur Euro-Zone war sie dort auch auf der 5 Cent-Münze abgebildet. Die Römer züchteten sie als Speisekrabbe. Potamon fluviatile ist die am weitesten westlich vrokommende Art der Gattung Potamon. Im nördlichen Afrika existieren zwei Unterarten: Potamon fluviatilie algeriense und Potamon fluviatile berghetiripsorum.

Merkmale, Form und Färbung

Die Europäische Süßwasserkrabbe hat einen annährend trapezförmigen Körper. Der Carapax ist bei ausgewachsenen Exemplaren ca. 5cm breit. Die Kante zwischen den Augen ist nahezu geradlinig, lediglich in der Mitte etwas einegbuchtet. Diese Strinkante ist ohne Zähnchen, ebenso die Vorderecken des Carapax, die leicht eingekerbt sind. Die Scheren der Europäischen Süßwasserkrabbe sind relativ groß, wobei meist die rechte Schere größer ist als die linke. 90% der Individuen sind Rechtshänder.

Haltung der Europäischen Süßwasserkrabbe im Aquarium

Die Europäische Süßwasserkrabbe gilt als recht aggressiv. Die Revierkämpfe werden dabei vor allem mit der rechten, größeren Schere ausgetragen. Man hält sie daher am besten paarwesie in einem Artbecken. Das Aquarium muss sowohl einen Landteil, als auch einen Süßwasserteil haben. Der Ausstieg aus dem Wasserbassin sollte flach sein, obwohl auch diese Krabben wahre Kletterkünstler sind. Deswegen muss das Becken lückenlos und ausbruchsicher abgedeckt werden. Sowohl an Land als auch im Wasser sollten den Krabben einige Versteckmöglichkeiten in Höhlen unter standsicheren Steinaufbauten oder unter Holzwurzeln geboten werden. In der Natur liegt der Unterschlupf der Europäische Süßwasserkrabben allerdings immer oberhalb der Wasserlinie. Oft graben sie sich auch einfach eine Höhle in den feuchten Ufersand. Die Art ist ein Allesfresser und geht auch an Aas, z.B. verendete Fische. Im Aquarium kann man sie z.B. mit Regenwürmern, klein geschnittenem, überbrühtem Salat, Wasserschnecken und Insektenlarven füttern. Im Freiland sollen die Europäischen Süßwasserkrabben sogar vor Ratten und Vögeln nicht Halt machen.

Nachzucht der Europäischen Süßwasserkrabbe

Die Europäische Süßwasserkrabbe lässt sich relativ leicht auch unter Aquarienbedingungen züchten. Die Fortpflanzungszeit dieser Krabben fällt vor allem in die Sommermonate, aber auch in den Winter. Die Paarung kann zwischen einer halben und über 20 Stunden dauern. Die gesamte Larvalentwickelung findet im Ei statt. Die Eier werden zwischen den Schimmbeienen der Mutter im Brutraum getragen, bis die voll entwickelten Jungkrabben ins freie Wasser entlassen werden.

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