Merkmale der Teichmuschel

Teich- und Flussmuscheln lassen sich ganz einfach an den Schalen voneinander unterschieden: Flussmuscheln (Unio) haben eine dicke Schalenwand, da sie als Fließwasserarten dem Strömungsdruck standhalten müssen. Teichmuscheln als Stillwasserformen kommen dagegen mit sehr dünnen Schalen aus. Aus dem gleichem Grund haben sie auch keine Schlosszähne wie die Flussmuscheln. Bei der großen Teichmuschel verlaufen Ober- und Unterkante der Schalen annähernd parallel. Der obere Schalenrand hat ein langes Ligament (das Band, welches die Schalenhälften als Scharnier zusammenhält) und endet mit einer stumpfen Ecke. Der Wirbel liegt in der Nähe des Vorderendes der Schale und ist relativ flach. Die um diesen Wirbel konzentrisch verlaufenden Zuwachsstreifen gleichen den Jahresringen von Bäumen, sodass sich anhand der Zahl dieser Streifen in etwa das Lebensalter der Muschel abschätzen lässt. Die Schalenfärbung reicht von gelblichen, olivgrünen bis braunen Tönen. Diese Teichmuschelart ist ein Zwitter, d.h. jede Muschel hat beide Geschlechtsanlagen.

Haltung der Teichmuschel im Aquarium

Die Große Teichmuschel ist vor allem als optimaler Muschelbesatz für den Gartenteich bekannt, da sie dort als eifriger Filtrierer hilft, das Teichwasser klar und sauber zu halten. Man kann sie jedoch auch gut im Aquarium halten. Die Teichmuschel ist eigentlich eine Kaltwasserart, lässt sich aber auch an höhere Wassertemperaturen gewöhnen. Sie leistet wertvolle Dienste als Biofilter. Ausgewachsene Exemplare können bis zu 40 Liter pro Stunde durchseihen. Pro Muschel muss man allerdings ein Wasservolumen von 100 bis 120 Liter einplanen, damit die Muscheln wirklich genug zum Filtrieren haben. Als Bodengrund wählt man Sand und Feinkies, in die sich die Muschel bis zu Hälfte eingraben kann. Die Teichmuschel lässt sich gut mit Garnelen und Schnecken vergesellschaften. Man sollte sie aber nicht mit größeren Krebsen und Krabben zusammenhalten, da diese das Schloss der Muschel „knacken“ und dann die Schalen öffnen und leerfressen könnten. Auch eine Pflege von Muschel und Fischen ist nicht unproblematisch, da sich die Muschellarven in den Kiemen der Fische festsetzen können.

Nachzucht der Teichmuschel unter Aquarienbedingungen

Die Teichmuschel kann pro Gelege bsi 600.000 Eier produzieren. Die Erstlarven, die sogenannten Glochidien, sind nur ein Drittel Millimeter groß und haben einen Haken, sowie einen bis zu 1,5mm langen Haftfaden, mit denen sie sich zunächst in den äußeren Kiemen des Muttertieres festsetzen. In der freien Natur spielt sich dies vor allem im Herbst dann. Sie bleiben dort den Winter über im Kiemenraum der adulten Muschel. Im nächsten Frühjahr werden sie dann schubweise ausgestoßen, sobald die Muschel merkt, das Fische in der Nähe sind. Die Glochidien verkleben sich mit Hilfe der genannten Haftfäden zu längeren Ketten. Dadurch haben sie eine größere Chance, an den Fischen haften zu bleiben. Als Ektoparasiten setzen sie sich vor allem an den Flossen fest, besiedeln aber auch andere Teile der Körperoberfläche. Je nach Temperaturverhältnissen können sie dort bis zu 8 Wochen haften bleiben, ohne dass sie wachsen. Der Fisch überlebt diese Prozedur normalerweise unbeschadet. In den beengten Aquarienverhältnissen kann das aber anders ausgehen. Vor allem aus diesem Grund ist von einer Vergesellschaftung von Teichmuscheln mit den normalerweise eher kleinen Aquarienfischen abzuraten.

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