max. Größe 5 cm
Haltung einfach
Zucht schwer
Beckengröße ab 112l
Wasser-
temperatur
20 bis 26  °C
Wasserwerte PH: 6.5 - 8 pH
GH: 5 - 30 °dH
KH: 4 - 30 °dGH
Färbung braun, rot, schwarz
Preis 5.99 € bei Garnelio.de
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Haltung der Roten Mangrovenkrabbe

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Vergesellschaftung

Man kann in den Wasserteil eine kleine Gruppe Guppys als Putzkolonne einsetzen. Diese Fische fühlen sich nämlich ebenfalls, wie die Rote Mangrovenkrabbe, in Süß- und Brackwasser wohl.

Zusammenleben

Die Rote Mangrovenkrabbe lebt gesellig und relativ friedlich, deshalb sollte man sie immer in kleinen Gruppen, und nie einzeln halten. Dann legen sie ein interessantes Sozialverhalten an den Tag.

Oft bilden sich dann Paare, die auch über die Paarungszeit hinaus zusammenbleiben. Jedes Exemplar der Rote Mangrovenkrabbe braucht jedoch eine eigene Wohnröhre, die gegen Artgenossen verteidigt wird.

Untereinander können sie sich durch Klopfzeichen verständigen. Zur Verteidigung des Reviers und Rangeleien ums Futter reichen meist Drohgebärden mit den geöffneten Scheren, zu echten Rangeleien oder gar Verletzungen kommt es kaum.

Das setzt natürlich voraus, dass das Aquaterrarium ausreichend groß ist und genügend Rückzugsmöglichkeiten bietet.

Gruppengröße

Ein Becken von 1,2m Länge bietet genügend Platz für 6 Mangrovenkrabben.

Wasser- und Luftwerte

An die Wasserqualität werden keine besonderen Ansprüche gestellt, sie können sowohl in reinem Süßwasser als auch Brackwasser leben.

Die Nachzucht gelingt aber nur in Brack- oder Salzwasser.

Filtersystem

Damit der Wasserteil nicht durch Exkremente und Futterrest verschmutzt und trüb wird, installiert man einen Innenfilter mit Kreiselpumpe, über den das Wasser aus dem Becken angesaugt und gereinigt wird und dann über einen kleinen künstlichen „Bachlauf“, eine in den Landteil eingelassene Rinne, langsam ins Wasserbecken zurückströmt.

Luftfeuchtigkeit

Das reichert auch die Luft ausreichend mit Feuchtigkeit an, denn die Mangrovenkrabben brauchen eine fast gesättigte Atmosphäre von mehr als 90%.

Kalkgehalt

In jedem Fall sollte das Wasser kalkreich sein und eine größere Härte aufweisen (20°dH oder mehr). Denn nach jeder Häutung des Chitinpanzers müssen die Roten Mangrovenkrabben den Kalkverlust kompensieren.

Zu weiches, kalkarmes Wasser würde dem Panzer zusätzlich Kalk entziehen, der dann weich und brüchig werden kann, so dass die Mangrovenkrabben zugrunde gehen. Auch ausgewachsene Krabben müssen sich noch mehrmals im Jahr häuten.

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Besondere Aquaterrariumeinrichtung

Aufteilung Land- und Wasserteil

Der Wasserteil sollte etwa 1/3, der oberhalb der Wasserlinie liegende Landteil 2/3 der Fläche einnehmen. Der halbkreisförmige Wasserteil sollte so angelegt werden, dass er mit der Breitseite an die Vorderscheibe grenzt und jeweils 1/3 des Landteils zu beiden Seiten und im Hintergrund der Wasserfläche liegen.

Diese Anordnung hat den Vorteil, dass man die Roten Mangrovenkrabben auch unter Wasser beobachten kann und sich die Krabben auf ihr Landteil zurückziehen können.

Da die Roten Mangrovenkrabben ständig graben und buddeln, sollte der Wasserteil durch eine solide Plastikwand vom Landbereich abgrenzt werden, sonst bröselt der Uferbereich sehr bald ins Wasser ab.

Flache Steine und Mangrovenwurzeln dienen den Mangrovenkrabben als Ein- und Ausstiegshilfe. Statt Schlamm und Sand, der im Aquaterrarium rasch verschmutzen würde und nur schwierig zu reinigen ist, nimmt man für das Landteil feinen bis mittelgroben Kies.

Das Landteil steigt zu den Innenwänden hin an. Das Gefälle wird durch einige eingebaute Steinplatten, Mangrovenwurzeln oder eingebaute Krebsröhren gesichert.

Wasserpflanzen

Im Hintergrund können auch robuste Wasserpflanzen angesiedelt werden am besten auf Steine oder Wurzeln angewachsene Exemplare.

Auch einige Mangroven- oder Moorkienwurzeln sollten nicht fehlen. Besonders stilecht wirken die seit einiger Zeit im Handel angebotenen Setzlinge der Roten Mangrove, die man direkt in den Landteil einsetzen kann.

Da diese aber bald in die Höhe wachsen muss das Aquaterrarium entsprechend hoch sein und komplett abdeckt sein. Sonst nutzen die Roten Mangrovenkrabben die Mangrovenstämmchen als Kletterhilfe und verschwinden auf Nimmerwiedersehen.

Keine Öffnungen

Das Aquaterrarium muss ringsum absolut dicht sein, da selbst kleinste Öffnungen von der Roten Mangrovenkrabbe zur Flucht genutzt werden.

Zudem ist nur so auch sicher gestellt, dass die Luftfeuchtigkeit durch das verdunstende Wasser hoch genug ist. Denn die Kiemenatmung der Krabben an Land funktioniert nur bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Beleuchtung

Mangrovenkrabben sind jedoch dämmerungsaktiv, tagsüber ziehen sie sich meist in ihre Wohnröhren zurück.

Optimal ist es deshalb, wenn die Beleuchtung dimmbar ist oder eine zweite Leuchtstoffröhre abgeschaltet wird und dann eine Groluxröhre das Becken ins rötliches Dämmerungslicht taucht. Das ist dann die beste Zeit zum Füttern.

Futter und Ernährung

Die Rote Mangrovenkrabbe ist ein Allessfresser, bevorzugt aber vegetarische Kost. Fische und andere Wasserbewohner stehen normalerweise nicht auf ihrem Speiseplan.

Das Futter sollte aber abwechslungsreich sein: Fischfutter (z.B.Tetraphyll) oder Frostfutter, kleingeschnittene Karottenwürfel, Apfelstückchen, Salatblättchen oder einige Tiefkühlerbsen.

Gelegentlich sollte man ihnen auch etwas Laub (am besten das auch für Garnelen empfohlenen Seemandelbaumblätter) anbieten. Seemandelblätter oder Erlenlaub hat zugleich durch den hohen Gerbsäuregehalt eine fungizide (pilzhemmende) Wirkung und kann der gelegentlich bei den Mangrovenkrabben auftretende Rostflecken- und Brandfleckenkrankheit vorbeugen.

In der Natur weiden sie auch die fädigen Aufwuchsalgen auf Steinen und Mangrovenwurzeln oder suchen die Schlammoberfläche nach Detritus ab.

Eingewöhnte Rote Mangrovenkrabben verlieren mit der Zeit ihre Scheu und lassen sich sogar von Hand oder mit der Pinzette füttern.

Im Aquarium verschonen sie leider auch nicht die Pflanzen. Daher sollte man auf Wasserpflanzen ganz verzichten und sich auf einige robuste Terrarienpflanzen beschränken.

Erscheinungsbild

Erreichbare Größe

Der Carapax kann einen Durchmesser von 4 bis 6cm erreichen. Männchen und Weibchen sind etwa gleich groß.

Form und Färbung

Die Körperfärbung der Roten Mangrovenkrabbe ist ein dunkles Rotbraun bis braunschwarz. Dagegen sind die Scheren rot gefärbt. Die Scherenspitzen wiederum sind weiß, cremefarben oder hellgelb.

Beim Männchen sind die Scheren größer und stärker rot gefärbt als beim Weibchen.

Während Paarungszeit verfärben sich die Beininnenseiten und die Kiemenpartie leuchtend orange bis rot. Der Rückenschild der Roten Mangrovenkrabbe (der sogenannte Carapax) ist bräunlich gefärbt, manchmal auch dunkelbraun gefleckt.

Eine sichere Unterscheidung der Geschlechter ist nur anhand der Geschlechtsmerkmale möglich.

Die Bauchklappe des Weibchens ist breiter und größer als beim Männchen, da sie beim Weibchen den gesamten Brutraum abdecken muss. Die Bauchklappe der Männchen ist deutlich schmäler.

Zucht der Roten Mangrovenkrabbe

Erwachsene Mangrovenkrabben-Weibchen können etwa jeden Monate trächtig werden.

Brackwasserbecken zur Eiablage

Sobald sich das Eipaket, das die Weibchen mit sich herumtragen, langsam grau verfärbt, wird es Zeit die Krabbe in ein separates Brackwasserbecken umzusetzen.

Die Salzkonzentration sollte etwa 20g pro Liter betragen (Meerwasser hat eine Salinität zwischen 30 und 35g/l). Solch ein Eipaket kann mehrere hundert bis tausend Eier enthalten.

So bald die Larven geschlüpft sind, kann das Weibchen ins Gesellschaftsbecken zurückgesetzt werden.

Aufzuchtbecken

Das Aufzuchtbecken wird mit Membranpunpe und Ausströmerstein belüftet. Um eine ausreichende Wasserhygiene zu gewährleisten, sollte der Bodengrund lediglich aus einer dünnen Sandschicht bestehen.

Die Wassertemperatur sollte bei etwa 25°C liegen.

Larven und Jungkrabben

Die Larven durchlaufen in den nächsten vier Wochen mehrere Entwicklungsstadien bis zu kleinen Jungkrabben.

Gefüttert wird zuerst mit Spirulina und Liquifry marin, später mit Nauplien und Adulten von Artemia.

Die Jungkrabben haben nun einen wenige mm großen Rückenpanzer und werden schrittweise durch Zugabe von reinem Wasser an das Süßwassermilieu gewöhnt. In dieser Phase muss man ihnen auch erste Ausstiegsmöglichkeit auf einen Landteil geben. Das kann ein großer flacher, wenige mm über den Wasserspiegel ragender Stein sein oder eine breite Mangrovenwurzel.

Herkunft und Lebensraum

Die Rote Mangrovenkrabbe ist im tropischen Asien, an den Küsten Ostafrikas und auf den Inseln des Indopazifiks weit verbreitet. Dort bewohnt sie den Gezeitenbereich mangrovenbestandener Flussmündungen und gräbt sich bei ablaufendem Wasser in den Uferschlamm ein.

Die Rote Mangrovenkrabbe kann sowohl in Meerwasser, Brackwasser als auch reinem Süßwasser existieren. Oft wandern sie die Flüsse stromauf bis in Süßwasserbereiche sehr geringer Härtegrade.

Man stößt aber auch auf sie am Rand von Brackwassertümpeln und in der Spritzwasserzone, fernab von Flussmündungen und Mangrovewäldern.

Die Roten Mangrovenkrabben sitzen in der Öffnung ihrer in den Schlamm gegrabenen Wohnröhren. Oft heben sich dann nur ihre leuchtend roten Scheren vom schwarzbrauen Schlamm ab. Bei der geringsten Störung ziehen sich die Roten Mangrovenkrabben in ihre Wohnröhre zurück oder graben sich blitzschnell in den Sand ein.

Die Larven können sich jedoch nur im Salzwasser entwickeln. Dagegen führen die ausgewachsenen Mangrovenkrabben ein amphibisches Leben zwischen Land und Wasser.

Weitere interessante Informationen

Es gibt drei weitere Arten aus der Gattung der Mangrovenkrabben Pseudosesarma, von denen zwei, P. edwarsii und P. crassimanum auch mit der Roten Mangrovenkrabbe P. aus der Gattung P. moeshi vergesellschaftet werden können, da sie die gleichen Milieuansprüche stellen.

Die dritte Art, P. bocourti ist deutlich größer und ist entsprechend raubeinig. Eine Vergesellschaftung mit ihr kommt daher nur in großen Becken infrage.

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