Steckbrief Teichlebermoos

  • Wissenschaftlicher Name: Riccia fluitans
  • Schwierigkeit: einfach
  • CO² empfehlenswert: notwendig
  • Wasserhärte: 3 bis 25°dH GH
  • Optimaler Temperaturbereich: 20 bis 27°C
  • Erreichbare Höhe: 2 bis 5cm Verwendung
  • Besonderheiten: Das Teichlebermoos entwickelt nicht wie andere Wassermoose  Rhizoide. Deshalb kann es ohne diese Haftwurzeln auch nicht von selbst dauerhaft auf einem Substrat anwachsen, sondern muss dauerhaft fixiert werden, sonst treibt es auf und bildet dicht unter der Wasseroberfläche treibende Kolonien.

Teichlebermoos kaufen

Das Teichlebermoos wird manchmal auch zusammen mit Mooskugeln und auf Lavanstein angewachsenem Perlkraut (Hemianthus callitrichoides) verwendet.

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Verwendung von Teichlebermoos im Aquarium

Beispiel 1: Schwimmpflanze

Das Moos wird seit Jahrzehnten als Schwimmpflanze im Aquarium eingesetzt.

Riccia als Schwimmpflanze verwendenFoto: Alexander Gospodinov / shutterstock.com

Als Schwimmpflanze an der Wasseroberfläche treibend, wird es gerne von Labyrinthfischen als Ankerpunkt ihrer Schaumnester genutzt oder auch von Jungfischen als Versteckmöglichkeit.

Beispiel 2: Auf Stein aufgebunden

Auf Lavastein fixiert, kann man es aber auch zur Gestaltung von Vorder- oder Mittelgrund des Aquariums nutzen.

Reichlebermoos (Riccia) auf Stein aufbindenFoto: chonlasub woravichan / shutterstock.com

Auf Stein aufgebunden, wird es vor allem von Zwerggarnelen aufgesucht, um die einzelnen Triebe nach verwertbarem Aufwuchs und im Moos hängen-gebliebener geeigneter Nahrung abzusuchen.

Teichlebermoos erfolgreich pflegen

Anforderungen an das Wasser

Da das Teichlebermoos sowohl in den Gewässern Mitteleuropas als auch im tropischen Asien vorkommt, sollte man beim Züchter oder im Fachhandel nachfragen, aus welcher Region das angebotene Teichlebermoos stammt.

Denn danach richtet auch Wassertemperatur und andere Wasserparameter zur Pflege im Aquarium.

In der Regel stammt dieses Moos jedoch aus langjährigen Aquarienzuchten. Ist dies der Fall, dann haben sich folgende Wasserwerte als optimal erweisen:

Wassertemperatur: 20 bis 27oC, es kann deshalb sowohl im unbeheizten Aquarium bei Raumtemperatur, als auch im Warmwasserbecken gepflegt und vermehrt werden.

CO2-Düngung: zu empfehlen, da das Teichlebermoos bei einem höheren Nährstoffgehalt am besten und am schnellsten wächst.

Das Teichlebermoos kann sowohl in weichem bis mittelhartem Wasser mit pH-Werten zwischen 6,0 und 7,5 gepflegt werden.

Es verträgt keine starke Strömung. Als Stillwasserform sollte man es deshalb auch in einem Stillwasserbereich des Aquariums halten.

Lichtbedarf

Das Teichlebermoos hat einen hohen Lichtbedarf. Deshalb findet man es in der Natur vor allem frei flutend an der Wasseroberfläche.

Riccia fluitans WasserwerteFoto: Mircea Costina / shutterstock.com

Mit einem Haarnetz zu einem Lebenden Stein aufgebunden muss es deshalb besonders intensiv beleuchtet werden.

Wuchs

Es kann zwischen 2 und 5cm in die Höhe wachsen.

Schneiden

Das Teichlebermoos, auf einem Stein wachsend, muss regelmäßig in Form geschnitten und gekürzt werden.

Danach wird es wieder auf dem Stein mit einem Haarnetz fixiert.

Die beim Auslichten abgeschnittenen Triebe nicht wegwerfen, man kann sie auf einem anderen Stein oder einem anderen Substrat aufbinden oder ankleben und auf diese Weise zur vegetativen Vermehrung nutzen.

Teichlebermoos befestigen

Das Teichlebermoos kann man zu einem lebenden Stein aufbinden. Dazu verwendet man einen mittelgroßen, runden oder auch flachen Lavastein oder aus einen aus einem anderen, möglichst kalkfreien Material. Kleinere Büschel kann man stattdessen auch mit einem dafür geeigneten Pflanzenkleber an das Substrat kleben.

Riccia fixierenFoto: Oliver Risteski / shutterstock.com

Der Begründer des Aqascaoings, der Japaner Takashi Amano, hat das Teichlebermoos als Bodendecker für den Vordergrund seiner Unterwasserlandschaft entdeckt. Davor war das Teichlebermoos den Aquarianern lediglich als Schwimmpflanze bekannt.

Auf dem Stein wird es mit Hilfe eines Stücks von einem Haarnetz fixiert.

Als Aufsitzerpflanze auf einer Holzwurzel eignet es sich weniger gut, denn es braucht eine relativ große Kontaktfläche. Es entwickelt nämlich keine Haarwurzeln und kann eigentlich nicht von sich aus auf einem Substrat anwachsen. 

Deshalb muss es breitflächig fixiert werden, damit es Halt findet und als Polster in die Breite und Höhe wachsen kann. Die einzelne Triebe des Teichlebermosses werden jedoch zwischen 0,5 und 3cm lang.

Aussehen und Wuchsform

Das Teichlebermoos hat einen spitzwinklig gegabelten Thallus, dessen Oberfläche in kleine Felder aufgeteilt ist.

Teichlebermoos WuchsFoto: BLUR LIFE 1975 / shutterstock.com

Es bildet Vegetationsorgane, die in einem regelmäßigen spitzen Winkel gabelförmig verzweigt sind.

Die Unterwasserform vermehrt sich ausschließlich ungeschlechtlich, also vegetativ.

Die Landform bildet dagegen auch eine geschlechtliche Generation, die sich mit Hilfe von Sporen vermehrt.

Herkunft und Lebensraum

Das Teichlebermoos ist fast weltweit verbreitet. In Mitteleuropa findet man es vor allen in sauberen, nährstoffarmen stehenden Gewässern.

Häufige Fragen zum Teichlebermoos

Ich kenne das Teichlebermoos bisher als Schiwmmpflanze im Aquarium, sehe aber immer wieder schöne Bilder, von diesem Moos auf Steinen und Holzwurzeln. Wie kann man es anwachsen lassen?

Da Teichlebermoos keine Wurzelhärchen hat wie andere Wassermoose, muss man es in kleinen Stücken mit einem Spezialkleber am Holz oder Stein festkleben.

Größere Portionen fixiert man mit einem passend zurechtgeschnittenen Haarnetz auf einem Stein, bis es Fuß gefasst hat und das Netz überwachsen hat.

Wenn man das Teichlebermoos in den Bodengrund im Aquarium setzt, wird es dann nicht von Panzerwelsen oder Zwerggarnelen gefressen?

Panzerwelse sind mit Sicherheit keine Vegetarier und Zwerggarnelen fressen auch keine Wassermoose, sondern nutzen sie als Versteck, zur Eiablage oder auch, um die Moostriebe nach verwertbarer Nahrung wie Algen, Pantoffeltierchen, Rädertierchen und ähnlichem abzusuchen.

Alternativen

Zwerg-Teichlebermoos (Riccia fluitans ‘Dwarf‘) – Das Zwerg-Teichlebermoos ist eine Miniaturausgabe des Teichlebermoos. Ob es sich dabei um eine Zuchtform, eine spontan entstandene Mutante oder ein natürliches Moos mit unbekannter Herkunft handelt, ist nicht geklärt. 

Gelegentlich wird es im Fachhandel unter der Bezeichnung Dwarf angeboten. Es unterscheidet sich vom normalen Teichlebermoos vor allem durch die deutlich kleinere Wuchsform.

Die Vegetationsorgane sind zwar im gleichen Winkel gabelig verzweigt, aber wesentlich kürzer und auch schmaler als bei der Stammform. Der Lichtbedarf ist höher als beim Teichlebermoos, aber ansonsten wächst es am besten bei ähnlichen Wasserwerten, allerdings deutlich langsamer.

Das bringt den Vorteil mit sich, dass es nicht so oft wie die Stammform in Form geschnitten werden muss.

Es lässt sich frei flutend an der Wasseroberfläche schwimmend kultivieren, aber auch mit einem Haarnetz auf einen Stein aufbinden.

Gefiedertes Ohnnervmoos (Riccardia chamaedryfolia) – Dieses einheimische Lebermoos wächst sowohl auf feuchten Substraten wie in Feuchtwiesen, sickerwasser-nassen Hängen u. ä. als auch untergetaucht auf Steinen.

Mit seinen unregelmäßig doppelt gefiederten, grünen Blättern sieht es dem Korallenmoss zwar sehr ähnlich, ist jedoch nicht mit ihm identisch. Auch wenn Riccarida chamaedryfolia oft als Korallenmoos, eine Riccardia-Art aus dem tropischen Asien angeboten wird.

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