max. Größe 2.5 cm
Haltung einfach
Zucht einfach
Wasser-
temperatur
bis 24  °C

Haltung des Flussflohkrebs im Aquarium

Im Aquarium kann man verschiedene Fortbewegungsweisen von Flussflohkrebs beobachten. Die Krebse können sich vom Beckenboden durch eine ruckartiges Zurückschnellen des Hinterleibs abstoßen, um dann quer durch das Aquarium zu schwimmen, wobei mit den 3 vorderen Schreitbeinpaaren Ruderschläge ausführen. Oder sie laufen, auf der Seite liegend, am Boden entlang, und benutzen dabei die 3 letzten Schwimmbeinpaare der Körperseite, die dem Boden zugewandt ist. Der Flussflohkrebs lebt in seiner natürlichen Umgebung von Aas und Detritus, kann im Aquarium aber auch rasch an Zierfischflockenfutter gewöhnt werden. In vielen Gewässerabschnitten bilden sie daher die Hauptnahrung der Bach- und Regenbogenforellen und sorgen mit ihrem hohen Gehalt an Karotinoiden für eine schöne Lachsfarbe des Forellenfleisches. An die Aquarienausstattung werden für die erfolgreiche Pflege und Zucht vom Flussflohkrebs keine besonderen Ansprüche gesellt. Das Aquarium sollte auf alle Fälle unbeheizt bleiben, als Untergrund ein grobes Substrat aus Kies und flachen Steinen haben mit etwas Falllaub bedeckt sein. Werden Kaltwasserpflanzen wie das Quellmoos Fontinalis antipyretica oder die Kanadische Wasserpest Elodea canadenis als Sauerstofflieferant ins Aquarium gepflanzt, kann auf eine zusätzliche Belüftung verzichtet werden. Optimal ist ein mittelhartes Wasser im alkalischen Bereich (pH>7), da die Flussflohkrebse Probleme mit der Häutung und Kalkbildung des neuen Außenskeletts bekommen. Um sich einen eigenen Stamm von Flussflohkrebsen im Aquarium aufzubauen, kann man sie am Rand von Seen oder Flüssen am ehesten unter oder zwischen Steinen finden und mit einem engmaschigen Netz fangen. Legt man wert auf einen parasitenfreien Zuchtstamm von Flussflohkrebsen, weil man die Flussflohkrebse später auch an Fische verfüttern will, dann greift man besser auf einen im Zoofachhandel angebotenen frischen Zuchtansatz zurück.

Nachzucht des Flussflohkrebs

Ähnlich wie G.pulex und fossarum bilden auch die Flussflohkrebse Gammarus roeseli zur Paarungszeit eine sogenannte Praecopula. Dabei heften sich die größeren Männchen auf dem Rücken der Weibchen fest und schwimmen sie paarweise so bis zu mehreren Wochen durch das Aquarium, um nicht den Zeitpunkt zu verpassen, wenn sich die Weibchen häuten und der Panzer dann noch weich genug ist, um mit dem Weibchen erfolgreich zu kopulieren. Diese Paarungszeit ist von der Jahreszeit unabhängig. Die Weibchen können im Laufe eines Jahres bis zu neunmal Junge bekommen. Daher sieht man im Aquarium, aber auch im Freiland, immer Jungkrebse, Alttiere und Paare von Flussflohkrebsen umherschwimmen. Braucht man Gammarus lediglich als Fischfutter, kann man stattdessen natürlich die in Blöcke gefrorenen Flohkrebse kaufen.

Merkmale, Form und Färbung

Der Flussflohkrebs unterscheidet sich vom Bachflohkrebs vor allem durch die auf der Rückenseite deutlich gekielten Segmente am Hinterleib, die in spitze Dornen auslaufen. Die Körpergrundfärbung reicht von Brauntönen bis zu einem schmutzigen Grau-Grün.

Verbreitung und Lebensraum vom Flussflohkrebs

Der Flussflohkrebs ist weniger empfindlich gegenüber organisch belasteten, sauerstoffärmeren Gewässern und kommt deshalb in einem weitem Spektrum verschiedenster Gewässerarten vor: Von flachen Fließgewässern, Bächen und Flüssen, Baggerseen und Fischteichen bis zur Geröllbrandungszone im Bodensee. Im Bodensee wird der Flussflohkrebs aber allmählich durch einen Neuzuwanderer, Dikerogammarus villosus, verdrängt. Flussflohkrebs bildet in mäßig belasteten Gewässern, wenn sie sauerstoff- und kalkreich sind, große Populationen. Sie halten sich vorzugsweise im Lückensystem zwischen größeren Kies- und Steinansammlungen auf, um der Hauptströmung zu entgehen. Gammarus roeseli gilt als Zwischenparasit von Polymorphus minutus, einem gefährlichen Fischparasit. Ist das Flusswasser stärker salzbelastet, wie seinerzeit in der Werra in Thüringen und Nordhessen, dann wird der Flussflohkrebs durch den salztoleranten Tigkrebs Gammarus tigrinus verdrängt. Seit der Chloridhalt im Fluss zurückgegenagne ist, hat der Flussflohkrebs das Gewässer zurückerobert und G.tigrinus verdrängt.

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