Landeinsiedlerkrebse sind in den Tropen weitverbreitet. Dort besiedeln die Strandabschnitte oberhalb der Gezeitenzone, aber in Kontakt zu Rock Pools und Salz- und Süßwassertümpeln.

Merkmale, Form und Färbung

Landeinsiedlerkrebse schützen ähnlich wie die marinen Arten ihren dünnhäutigen, ungepanzerten Hinterleib durch ein leeres Schneckenhaus, das sie ständig mit sich herumtragen. In Terrarien wird meist die Art Coenobita rugosus gehalten. Die Körperfärbung dieser Art ist sehr variable und reicht von rot-violett bis zu hellbraun. Die Scheren sind rot gefärbt, einzelne Partien der Laufbeine sind ebenfalls rot gefärbt.

Haltung des Landeinsiedlerkrebs im Aquarium

Landeinsiedlerkrebse können am besten in kleinen Gruppen von 3 bis 5 Individuen in einem Terrarium von 60cm Länge gehalten werden. Da Landeinsiedlerkrebse wahre Kletterkünstler sind, muss das Terrarium völlig ausbruchsicher abgedichtet werden. Als Bodengrund kann man Kies wählen, in denen sich die Einsiedlerkrebse auch manchmal eingraben können oder ein dunkler Untergrund zum Beispiel aus Pinienrinde. Letzteres hat den Vorteil, dass dies Substrat gut die Feuchtigkeit hält. Damit die Einsiedlerkrebse auch klettern können, kann man die Rückwand mit einer Kokosmatte auskleiden. Geeignet sind außerdem standsichere Steinaufbauten und Wurzeln. Da die Krebse in der Regel dämmerungs- und nachaktiv sind, kann auf eine Terrarienbeleuchtung verzichtet werden. Stattdessen sollte man eine Rotlichtlampe installieren, um die nötige Wärme im Becken zu halten. Die Lufttemperatur sollte allerdings 28 bis 30°C langfristig nicht übersteigen. Um die nötige Luftfeuchtigkeit von 60 bis 80% zu erzeugen, nebelt man das Terrarium täglich mit einem Wasserzerstäuber ein.

Auch Landeinsiedlerkrebse haben einen, wenn auch stellenweise dünnen, Chitinpanzer. Um wachsen zu können, müssen sie sich von Zeit zu Zeit häuten. Dazu wechseln sie blitzschnell ihre Behausung und ziehen in ein etwas größeres Schneckenhaus um. Deshalb muss man ihnen auch im Terrarium eine kleines Sortiment verschiedener Schneckenhausgrößen bereitstellen. Die Form und das Gewicht sind dabei nicht entscheidend. Wenn man sich vom letzten Strandurlaub nicht einige leere Schneckengehäuse mitbringen konnte, dann tun es zur Not auch leere Weinbergschneckengehäuse, obwohl das natürlich Stilbruch wäre.

Auch Landeinsiedlerkrebse baden gern einmal im „knie“tiefen Wasser und müssen von Zeit zu Zeit ihre Kiemen befeuchten. Deshalb stellt man in das Terrarium jeweils eine flache Schale mit Süßwasser und Salzwasser mit einer entsprechenden Ein- und Ausstiegsmöglichkeit bereit. Das Süßwasser bauchen sie vor allem zum trinken, mit dem Salzwasser nehmen sie nötige Spurenelemente und Calciumverbindungen zu sich.

Man kann die Landeinsiedlerkrebse mit handelsüblichem Krebsfutter füttern. Zur Nahrungsergänzung bietet man ihn etwas Obst, Gemüse und Salat aus schadstoff- und pestidizidfreiem Anbau an. Gelegentlich gibt man ihnen etwas klein geschnittenen Fisch oder Fleisch. Nicht verzehrte Nahrungsreste sollten dann sobald wie möglich aus dem Terrarium entfernt werden, um die Bildung von Schimmel und Fäulnisherden zu vermeiden.

Nachzucht des Landeinsiedlerkrebs

Die Nachzucht von Landeinsiedlerkrebse ist unter normalen Terrarienverhältnissen nicht möglich, da die Krebslarven planktische Entwicklungsstadien im Meerwasser durchlaufen müssen.

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