Rote Bienengarnele - Caridina cf. cantonensis

Die Rote Bienengarnele

Rote Bienengarnele
- lat. Caridina cf. cantonensis -

Haltung: mittel
Zucht: mittel
Größe: 2,5cm (m), 3cm (w)
Temperatur: 20 bis 25C / opt. 22 bis 24C
PH: 6 bis 7
GH: 2 bis 10°GH
KH: bis 6KH


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Die Abstammung der Roten Bienengarnele kann vermutlich nicht mehr restlos aufgeklärt werden. Offensichtlich ist jedoch, dass ihre Wurzeln in der der Red Crystal-Garnele liegen, die wiederum von der Bienengarnele abstammt. Charakteristisch für die Rote Bienengarnele ist ihr klar abgegrenztes, farblich deckendes Muster aus breiten roten und weißen Querstreifen. Zuchtziel verschiedener Hochzuchtstämme ist es, die Zahl der Querstreifen zu verringern, die Querstreifen zu verschmälern und auf wenige rote Flächen und Muster zu reduzieren. Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass solche Garnelen im Vergleich zu den Wildformen durch die selektive Zuchtwahl nur noch eine schmale genetische Bandbreite besitzen. Das macht sie anfällig gegenüber Milieuveränderungen und Krankheiten. Schon aus diesem Grund sollte für eine Gruppe von Red Bee-Garnelen ein möglichst großes Aquarium gewählt werden, da dort die Wasserverhältnisse einfacher stabil gehalten werden können. Ansprüche an die Beckeneinrichtung und das Nahrungsangebot entsprechen dem für die meisten Zwerggarnelen üblichen Grundschema. Auch die Red Bee-Garnele gehört dem spezialisierten Fortpflanzungstyp an, bei dem das Weibchen nach einer Tragzeit von mehreren Wochen die fertig entwickelten, aber winzig kleinen Junggarnelen ins freie Wasser entlässt.

Rote Bienengarnele

Foto: Dirk Blankenhaus, Creative Commons Attr.Share Alike 3.0 Unported

Verbreitung und Lebensraum der Roten Bienengarnele

Die Rote Bienengarnele ist ein Zuchtprodukt, welches aus der Crystal Red Garnele hervorgegangen ist, deren Wurzeln auf die Bienengarnele zurückgehen, die Fließgewässer Südchinas, vermutlich in der Umgebung von Hongkong, besiedelt. Es ist offensichtlich heute nicht mehr restlos zu klären (NEUMANN & BITTER 2012), (1) ob die Red Bee-Garnele aus einer Spontanmutation der Crystal Red-Garnele entstanden und dann konsequent auf das Zuchtziel einer gleichmäßigen, farblich gutdeckenden Rot-Weiß-Streifung hin selektioniert worden ist, (2) ob das Streifenmuster der Red-Bee Garnele durch eine Rückkreuzung mit der Hummelgarnele verbessert wurde, (3) oder ob die Red Bee-Garnele nicht über den „Umweg“ von Black Bee-Garnele entstanden ist, die auf eine Zuchtauswahl der Bienengarnele zurückgeht, und dann unter einer Vielzahl schwarz-weiß gestreifter Garnelen einige wenige rot-weiß gestreifte Garnelen auftauchten, die selektiv weitergezüchtet wurden. Es scheint heute unmöglich, diesen „Garnelen-Krimi“ restlos aufzuklären. Die Urheber, Züchter in Japan, Taiwan und Deutschland, können oder wollen sich nicht erinnern können an ihre ersten Zuchterfolge, aus denen schließlich die heutigen Standards und Hochzuchtformen der Red Bee-Garnele weiterentwickelt wurden. Schließlich geht es dabei auch um viel Geld. Eine Red Bee-Garnele kostet das Vielfache einer Crystal Red-Garnele. Dem Hobbyaquarianer und Garnelenliebhaber wird letztendlich die Herkunft der Red Bee-Garnele egal sein. Er erfreut sich einfach an dem herrlichen rot-weißen Streifenmuster der Red Bee-Garnelen. Die Zucht der Red Bee-Garnele hat eine ähnliche Entwicklung wie bei den Kois, jenen ursprünglich aus China und Japan stammenden Farbkapfen, genommen: Das ganz große Geld ist damit nicht mehr zu machen. Also konzentriert man sich jetzt in Profizüchterkreisen auf Hochzuchtstämme der Red Bee-Garnelen mit klangvollen Namen wie Mosura, Hinomaru oder Tigertooth. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass je weiter die Hochzucht vorangetrieben wird, desto schmaler wird die genetische Basis und desto anfälliger gegenüber Milieuveränderungen und Krankheiten werden diese Zwerggarnelen. Damit steigen dann natürlich auch die Anforderungen an die Pflege dieser Garnelen unter Aquarienbedingungen. Bei allem Respekt vor der enormen züchterischen Leistung, die hinter diesen Red Bee-Garnelen steckt, sollte man nicht vergessen, dass es genauso wichtig und den gleichen Aufwand wert wäre, die Wildstämme der Bienengarnele in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet vor dem endgültigen Aussterben zu bewahren. Schließlich soll es der Run auf schwarz-weiß, bzw. rot-weiß gestreifte Wildfänge, die sogenannten New Bee und New Bee II-Garnelen gewesen sein, der zu einer drastischen Reduktion der Freilandvorkommen der Bienengarnele geführt haben soll, sodass sich schließlich die Zucht von Red Bee-Garnelen lohnte. Mit der Unterschutzstellung einiger Bäche in der näheren Umgebung Hongkongs ist es damit wahrscheinlich nicht getan.

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Merkmale, Form und Färbung der Roten Bienengarnele

Die Red Bee Garnele, egal ob sie nun in Japan, Taiwan oder Deutschland herausgezüchtet und weiterentwickelt worden ist, erfreut sich nach wie vor unter Züchtern und Garnelenliebhabern großer Beliebtheit. Auf internationalen Ausstellungen und Wettbewerben ist die Red Bee-Garnele nach wie vor eines der Highlights. Ursprüngliches Zuchtziel und das Grundmuster der Red Bee-Garnele waren möglichst breite, gleich große und farblich gut deckende rote und weiße Querstreifen. Daneben gibt es auch Farbvarianten mit schwarz-weißen Querstreifen, Black Bee-Garnelen genannt. Für beide, Red Bee- und Black Bee-Garnele hat man inzwischen international gültige Standards der Hochzuchtstämme festgelegt: Grade A ist eine Red Bee-Garnele (oder entsprechend eine Black Bee-Garnele) mit vier Querbändern. Grade B hat dagegen nur drei weiße Querstreifen. Beim Grade S ist das mittlere Band auf einen schmalen Streifen mit einem deutlichen weißen Zacken in der Mitte zusammengeschlossen. Dieser Zacken soll an den Zahn des Tigers erinnern. Grade S wird daher in Züchterkreisen auch als Red Bee Tigertooth bezeichnet. Bei der Hinomaru Red Bee-Garnele vom Grade SS ist das mittlere rote Querband auf eine kreisrunden roten Fleck reduziert. Das erinnert Japaner an ihre Nationalflagge und erzielt auf den Auktionen entsprechende Preise. Ein ähnliches Zuchtziel hat es vor Jahren bereits bei Goldfisch und Koi gegeben. Bei der Doppel-Hinomaru ist das letzte rote Querband auf einen roten Fleck geschrumpft. Schließlich gibt es noch eine Spezialform der Hinomaru, bei der der rote Fleck durch ein schmalen weißen Querbalken in zwei Hälften getrennt wird. Das soll an das international verbreitete Verkehrsschild „Durchfahrt verboten“ erinnern und wird daher auch „No Entry Sign“ genannt. Fehlt nun wiederum eine der beiden roten Hälfte, so bezeichnet man dies treffend als Half Moon. Beim Grade SSS, der Mosura, fehlt schließlich das rote Band völlig. Und beim Super-Grade SSSS ist auch die rote Farbfläche im Kopfbereich auf einzelne Zeichen reduziert. Japanische Züchter assoziieren dies mit der Kirschblüte und gaben ihr deshalb den Namen Mosura Flowerhead. Mit weiteren Varianten ist zu rechnen. So wurden auf einer Rundreise der Caridina-Redaktion im Jahre 2006 (CARINIDINA 2007) bei Züchtern in Japan Exemplare entdeckt, bei denen die Red Bee-Garnelen statt rot aprikosenfarbene Muster hatten. Sowie schwarze Mosura mit einem rot gefärbten Schwanzfächer.

Haltung der Roten Bienengarnele im Aquarium

Wie eingangs erwähnt, hat sich mit der Züchtung der Red Bee Garnele und der Selektion auf bestimmte Hochzuchtmerkmale die genetische Basis und damit ihre Anpassungsfähigkeit an die jeweiligen Milieubedingungen und die Widerstandskraft gegenüber Krankheiten drastisch verringert. Damit gehören Red Bee-Garnelen im Gegensatz zu den Crystal Red und Tigergarnelen eigentlich nicht in die Hand von Garnelen-“Anfängern“. Werden die vergleichsweise hohen Anforderungen an spezielle Wasserwerte nicht erfüllt, so wird man an den Red Bee-Garnelen nur kurz seine Freude haben. Für erfahrene Hobbyaquarianer und Garnelenexperten sollte die Pflege und Zucht der Redd Bee-Garnelen keine unlösbaren Probleme bereiten. Es wird zwar immer wieder darauf hingewiesen, dass Bienengarnelen, Crystal Red- und Red Bee-Garnelen ideal für die Pflege in kleineren Nano-Becken wären, aber auch hier gilt: Je größer das Aquarium, desto leichter können bestimmte Wasserwerte konstant gehalten werden. Und auch wenn diese Garnelen relativ teuer sind, man sollte sie stets in einer größeren Gruppe von 10 bis 20 Individuen halten. Zwerggarnelen bilden zwar keine koordinierten Schwärme, lieben aber doch die Geselligkeit mit ihresgleichen. Entscheidend für eine erfolgreiche Pflege sind nicht besonders auffällige und extravagante Farbmuster bei der Auswahl der Red Bee-Garnele, sondern dass man gesunde und robuste Individuen erwirbt. Deshalb empfiehlt es sich die Garnelen vor dem Kauf persönlich in Augenschein zu nehmen -etwa auf Börsen oder bei internationalen Schauen und Ausstellungen. Da kann man sich dann auch gleich erfolgversprechende Tipps zur Pflege beim Züchter holen und in Erfahrung bringen, unter welchen Wasserverhältnissen die Garnelen gezüchtet wurden.

Die Aquarieneinrichtung orientiert sich an der für Zwerggarnelen üblichen Ausstattung mit einem Bodensubstrat aus Sand und feinkörnigem Kies, einer stellenweise dichten Bepflanzung, einigen Steinen und Moorkienwurzeln, die den Garnelen Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten bieten. Besondere Anforderungen an die Zusammensetzung des Aquarienwassers werden nicht gestellt - neue Wildfänge, wie sie z.B. von der Insel Sulawesi zunehmend in den Handel gelangen, stellen weitaus höhere Anforderungen. Wichtig ist, dass die Wasserwerte möglichst konstant gehalten werden. Das Wasser sollte weich sein mit einem pH um den Neutralpunkt (6,5 bis 7,5). Wichtig ist, dass die Wassertemperatur in einem mittleren Bereich zwischen etwa 20 und 24 Grad Celsius gehalten wird; höhere Temperaturen werden von den Red Bee-Garnelen auf Dauer nicht vertragen. Wichtig ist, dass das Aquarienwasser so keimfrei und die Bakterienzahl so niedrig wie möglich gehalten wird. Dazu tragen eine gute Filterung - z. B. mit einem Hamburger Mattenfilter, in den die Garnelen und vor allem ihre Jungtiere nicht eingesaugt werden können, und ein regelmäßiger Teilaustausch des Aquarienwassers gegen vortemperiertes Frischwasser bei. Auch Red Bee-Garnelen sind permanent dabei das Aquarium nach verwertbarem Futter abzusuchen. Dazu weiden sie die Algen an Aufwuchsflächen an den Glasscheiben und auf anderen Hartsubstraten ab, wühlen im Bodenmulm oder zupfen mit ihren pinzettenartig geformten Scheren in Mooskugeln nach verwertbaren Mikroorganismen ab. Als Ergänzung ihres Speiseplans dienen einige Blätter von trockenem Herbstlaub, überbrühter Spinat und klein geschnittenes Gemüse, gelegentlich ergänzt durch tierische Kost in Form kleiner Wasserinsektenlarven und Kleinkrebsen.

Nachzucht der Roten Bienengarnele unter Aquarienbedingungen

Red Bee Garnelen gehören wie die Bienengarnele und die Crystal-Garnele zum spezialisierten Fortpflanzungstyp. Nach einer Tragzeit von etwa 4 Wochen entlässt das Muttertier bis zu 30 voll entwickelte, aber nur 1,5mm großen Junggarnelen. Die meisten Individuen zeigen bereits jetzt die Farbmuster ihrer Elterntiere. Möchte man lediglich die Gruppenstärke erhalten oder um einige Individuen vermehren, so kann man die paarungswilligen und fortpflanzungsbereiten Garnelen im Artbecken lassen und braucht sie nicht in ein separates Aufzuchtbecken umsetzen.

Literaturhinweise

CARIDINA-REDAKTION (2007): Info- Japan-Reise 2006.- Caridina 1.Jhrg., Heft 1, S.47-51.
LOGGEMANN, C. & F. (2007): Kristallrote Bienengarnele .- in: Garnelenfibel (Dähne Verlag Ettlingen), S.16-17.
LUKHAUP,C. & R.PEKNY, Hrsg. (2008): Crystal Red und Red Bee Garnelen Caridina cf.cantonensis.- in: Nano-Fibel – Faszinierende Miniaquarien für Einsteiger. (Dähne Verlag Ettlingen), S.38-39.
LUKHAUP,C. & R.PEKNY(2008): Süßwassergarnelen Kristallrote Zwerggarnele / Red Bee-Garnele (Gräfe & Unzer Verlag München),S.17.
NEUMANN U. & F.BITTER (2012): Die Zucht von Zwerggarnelen – Eine Gratwanderung zwischen Realität und Mythos.- Caridina 6.Jhrg., Heft 2, S.38-43.
WOLFINGER,M. & J.SCHMIDT (2009): Rote Bienen- oder kristallrote Garnele.- in: Zwerggararnelen – Süßwasseraquaristik-Buchreihe (Natur und Tier Verlag Münster).

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