max. Größe 12 cm, 18 cm
Haltung mittel
Zucht mittel
Beckengröße ab 240l
Wasser-
temperatur
15 bis 30  °C
Wasserwerte PH: 7 - 8 pH
GH: 10 - 25 °dH
KH: 10 - 20 °dGH
Färbung braun, rot

Haltung des Signalkrebs

Der Signalkrebs wird meist nur in öffentlichen Schauaquarien gezeigt, da er ein großes Aquarium braucht (ab 130cm Länge), obwohl er auch im heimischen Aquarium, wenn es krebsgerecht eingerichtet ist, leicht zu pflegen ist.

Wasserwerte

Das Aquarienwasser sollte mittelhart bis hart sein (10 bis 25°dGH) und leicht alkalisch (pH>7) sein.

Besondere Aquarieneinrichtung

Damit der Signalkrebs sich nicht seine eigene Unterkunft selbst gräbt und dabei das ganze Aquarium durcheinander wühlt, wie im Freiland, sollte man ihm genügend vorbereitete Versteckmöglichkeiten bieten. Dies gelingt in Form von Unterständen unter Moorkienwurzeln oder Höhlen in standsicheren Steinaufbauten.

Futter und Ernährung

Wie alle Flusskrebse so ist auch der Signalkrebs ein Allesfresser, dessen Nahrungsspektrum von Wasserpflanzen, Falllaub, Detritus bis zu Wasserschnecken, Insektenlarven und Würmern reicht.

Bezeichnenderweise ernähren sich die Jungkrebse zu einem höheren Anteil räuberisch als ausgewachsene Exemplare des Signalkrebses.

Normalerweise geht der Signalkrebs erst nachts auf Nahrungssuche. Fühlt er sich sicher wie im Aquarium, dann kommt er auch tagsüber zum Vorschein, um das angebotene Futter anzunehmen.

Erscheinungsbild

Erreichbare Größe

Die Signalkrebsmännchen können bis zu 18 cm lang werden. Die Weibchen bleiben mit bis zu 12 cm um einiges kleiner.

Männchen können bis zu 200g wiegen, die deutlich kleineren Weibchen aber nur 80g.

Form und Färbung

Der Signalkrebs sieht auf den ersten Blick dem heimischen Edelkrebs Astacus astacus sehr ähnlich. Ein leicht zu erkennendes Unterscheidungsmerkmal ist jedoch der hellblaue bis weißliche Signalfleck am Scherengelenk, welchem der Signalkrebs seinen deutschen Namen verdankt.

Die Oberseite der Scheren ist genauso dunkel-olivbraun wie der übrige Körper. Die Scherenunterseite ist dagegen rötlich gefärbt. Ähnlich wie beim Edelkrebs.

Fühlt sich der Signalkrebs bedroht, dann streckt er seine Scheren nach oben, damit die rote Unterseite zur Abschreckung sichtbar wird.

Die Scheren des Signalkrebses sind größer als die des Edelkrebses, und er wird auch größer und schwerer als der Edelkrebs.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem Edelkrebs ist der Rückenpanzer (Carapax) des Signalkrebses. Er ist völlig glatt und hat keine Dornen hinter der Nackenfurche.

Zucht des Signalkrebs

Unter Freilandbedingungen paaren sich die Signalkrebse im Spätherbst. Bis in den Mai hinein trägt das Weibchen im Brutraum zwischen seinen Schwimmbeinen die Eier und Krebslarven aus. Ab Juni erscheinen dann die voll entwickelten Jungkrebse im Wasser.

Will man die Fortpflanzungsbereitschaft der Signalkrebse im Aquarium stimulieren, dann sollte man die Wassertemperatur für einige Tage deutlich heruntersetzen.

Herkunft und Lebensraum

Der Signalkrebs hat sein natürliches Verbreitungsgebiet in Nordamerika westlich der Rocky Mountains.

Einfuhr nach Europa

Man hat ihn 1960 erstmals in Schweden eingeführt, nachgezüchtet und in den einheimischen Gewässern ausgesetzt, um die durch die Krebspest dezimierten Bestände der europäischen Flusskrebse zu ergänzen und die Flusskrebsfischerei zu sichern.

Krebspest

Später wurde der Signalkrebs auch in anderen Ländern, z.B. In Österreich, ausgesetzt. Dort schätzt man den Bestand des Signalkrebses beispielsweise in der Traun auf etwa 1 Million Individuen. Bei den damaligen Ansiedlungsbestrebungen hatte man jedoch übersehen, dass der Signalkrebs wie alle anderen nordamerikanischen Flusskrebsarten, zwar resistent gegenüber der Krebspest ist, aber ein potentieller Überträger dieser gefürchteten Krankheit bleibt.

Damit sind letzten Endes die Bestände der drei einheimischen Fluskrebsarten (Edelkrebs Astacus astacus, Steinkrebs Austropotamobius torrentium und Galizischer Sumpfkrebs Asatacus leptodacytlus) weiter dezimiert worden.

Dies vor allem deswegen, weil der Signalkrebs höhere Ansprüche an die Sauberkeit und Sauerstoffversorgung der Fließgewässer stellt als der ebenfalls aus Nordamerika stammende Kamberkrebs Orctonectes limosus und damit ähnliche Milieuansprüche hat wie Edel- und Steinkrebs.

Freilandhaltung untersagt

Der Signalkrebs erwies gegenüber den einheimischen Flusskrebsarten als so konkurrenzstark, weil er schon früher geschlechtsreif wird und die jährliche Produktionsrate der Weibchen fast doppelt so hoch ist wie beim Edelkrebs Asatacus astacus.

Deshalb ist die Aussetzung und Freilandhaltung (auch im eigenen Gartenteich) des Signalkrebs inzwischen innerhalb der EU gesetzlich untersagt.

Denn der Signalkrebs kann über Land eine Strecke von bis zu 2km zurücklegen, um vom Gartenteich ins nächste natürliche Gewässersystem zu gelangen. Die Aquarienhaltung ist dagegen weiterhin erlaubt.

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