max. Größe 2.3 cm
Haltung mittel
Zucht einfach

Verbreitung des Echten Kiemenfuß

Verbreitungsschwerpunkt des Echten Kiemenfuß ist das südliche Europa. In Deutschland galt er lange Zeit als ausgestorben, bis man in den 1980-ziger Jahren in den Tümpeln auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz wiederentdeckte. Er ist jedoch wesentlich häufiger, da er aber hauptsächliche flache, Lehmpfützen u.ä. besiedelt, die auch schnell wieder verschwinden, wird er häufig übersehen. Da er nur während der Sommermonate in Erscheinung tritt, wird er auch Sommer-Feenkrebs genannt -im Gegensatz zum Frühjahrs-Feenkrebs Eubranchius grubii, dessen Nauplien bereist Ende Januar aus den Dauereiern schlüpfen können. Branchipus schaefferi ist oft mit dem Urzeitkrebs Triops cancriformis zusammen in der gleichen Wasseransammlung zu finden.

Merkmale, Form und Färbung

Der Echte Kiemenfuß Branchipus schaefferi gehört zu den relativ einfach gebauten Urkrebsen der Ordnung Anostraca, denen im Gegensatz zu den Notostroca (zu ihnen gehören die Urkrebse der Gattung Triops) keinen Rückenpanzer (Carapax) haben. Der Kiemenfuß hat einen regelmäßig gegliederten, länglichen Körperbau mit 11 Paaren von Blattbeinen. Der Kopf des Echte Kiemenfuß ist im Verhältnis zum Körper relativ klein. Die 1. Antennen haben bei Männchen und Weibchen eine fadenförmige Gestalt, die 2. Antennen der Männchen bestehen aus zwei Gliedern, die an der Basis miteinander verwachsen sind und zum Ende hin spitz auslaufen, während die Weibchen ungegliederte, hakenförmige 2. Antennen haben. An der Basis der Antennen des Männchens sitzen 2 fadenförmige Frontalanhänge. Die Weibchen des Echte Kiemenfuß sind auch leicht an ihrem hellblauen, an den Seiten rotorange gefärbten Brutsack an der Unterseite des Hinterleibs zu erkennen. Der Körper des Echte Kiemenfuß ist ansonsten farblos transparent mit einem leichten Blauschimmer. Einige nah verwandte Arten lassen sich an Hand ihrer Basalanhänge vom Echten Kiemenfuß unterscheiden: Die Männchen des Salinenkrebschens Artemia salina, eine Art, die ausschließlich in Salzseen und Salinen vorkommt, hat gar keine Frontalanhänge. Die Männchen der Süßwasserart Tanymastix lacunae haben dagegen sehr lange, an der Basis verwachsene Frontalanhänge mit Fransen an den Rändern.

Haltung des Echten Kiemenfuß im Aquarium

Echte Kiemenfüße sind recht einfach im Aquarium zu pflegen. Sie brauchen keinen Bodengrund, da sie fast ständig in Bewegung sind. Dabei schwimmen sie mit dem Bauch nach oben, wobei sie die wellenförmige Bewegung der Blattbeine vorantriebt. Dabei richten sie sich nach der Beleuchtung aus. Käme das Licht von unten, dann würde der Echte Kiemenfuß sich mit der Bauchseite nach unten ausrichten. Gleichzeitig mit der Vorwärtsbewegung ihrer Blattbeine strudeln sie sich ihre Nahrungspartikel, im Wasser schwebendes Phytopankton herbei. Kiemenfüße sind also Filtrieren. Auch im Aquarium sollte man ihnen eine möglichst dicke, grüne Algensuppe (aber keine Fadenalgen!) als Nahrungsquelle bieten. Dazu legt man am besten eine eigene Algenkultur (wie bei dem Großen Wasserfloh Daphnia magna beschrieben) an. Mithilfe einer Membranpumpe und Ausströmerstein wird für eine Belüftung und mäßige Strömung gesorgt, die einerseits verhindern soll, dass die Algen zu schnell absinken und am Aquarienboden sedimentieren, andererseits die Kiemenfüße nicht zu viel Energieaufwand abverlangt, um gegen die Wasserströmung anzuschwimmen. Branchipus schaefferi ist eine wärmeliebende Art, das Aquarienwasser sollte deshalb auf etwa 20 bis 24 Grad Celsius temperiert werden.

Nachzucht des Echten Kiemenfuß

Zur Paarung packt das Männchen mit seinen zangenförmigen Antennen das Weibchen vom Rücken her. Die Eier sind im Brutsack des Weibchens mit einer harten Schale vor Austrocknung geschützt. Trocknet das Gewässer aus, dann können die Eier sogar einige Jahre im Bodenschlamm überleben, bis sie wieder mit Wasser benetzt werden und die Larven dann innerhalb weniger Stunden schlüpfen. Diese Dauereier kann man daher auch ähnlich, wie es Aquarianern bei den Dauereiern von Artemia salina bekannt sein dürfte, trocken aufbewahren, bis man im Aquarium eine neue Aufzucht ansetzt. Aus den Eier schlüpfen als erstes Stadium Nauplien, die sich mehrmals häuten und bereits nach einer Woche zu geschlechtsreifen, ausgewachsenen Kiemenfüßen herangewachsen sind.

Literaturhinweis

BELLMANN, H. (1991): Spinnen, Krebse, Tausendfüßler.- Reihe Farbige Naturführer. (Mosaik Verlag München).

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