Die Rosenberggarnele - Macrobrachium rosenbergii

Die Rosenberggarnele

Rosenberggarnele
- lat. Macrobrachium rosenbergii -

Haltung: mittel
Zucht: schwierig
Größe: 25cm (m), 30cm (w)
Temperatur: 22 bis 28C
PH: 7 bis 8
GH: >10°dGH
KH: >5°dKH


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Die Rosenberggarnele wird mehr als 30cm groß, hinzu kommen die bis zu 50cm langen Scherenbeine. Daher ist sie fürs heimische Hobbyaquarium nicht geeignet, eher für große, öffentliche Schauaquarien. Sie wird als Speisegarnele in großem Umfang in Aquafarminganlagen Asiens gezüchtet. Da die Larven der Rsoenberggarnele während ihrer Entwicklung einen Biotopwechsel zwischen Fluss und Meer vollziehen, ist eine Vermehrung unter normalen Aquarienbedingungen nicht möglich.

Vorkommen und Herkunft der Rosenberggarnele

Die Rosenberggarnele wird auch einfach Riesenflussgarnele genannt. Der natürliche Lebensraum der Rosenberggarnele sind die küstennahen Gewässer des Indopazifiks. Entsprechend groß ist das Vorkommen und erstreckt von den Inseln Indonesiens bis Nordwest-Australien. Die ausgewachsenen Rosenberggarnelen leben aber ausschließlich im Süßwasser. In vielen Ländern Asien wird die Rosenberggarnele in Aquafarminganlagen in großem Stil als Speisekrebs gezüchtet. Auf diesen wird ein Gesamtertrag von mehr als 200.000 to pro Jahr erzielt. In thailändischen und vietnamesischen Restaurants werden sie oft sogar als Giant Shrimps angeboten, obwohl man darunter eigentlich eher die marinen Tiger Prawns versteht. Auch im Internet kursieren etliche Rezepte zur Zubereitung der Rosenberggarnele. Darunter sind auch Vorschläge, wie man sie als Shrimps Salad zubereitet. Grundsätzlich sollten Süßwassergarnelen aber nicht roh verzehrt werden, da sie Zwischenwirte für den auch für Menschen gefährlichen Lungenegel sein können. Im Zoofachhandel werden ausschließlich junge Riesengarnelen als Rosenberggarnele angeboten. Oft handelt es sich dabei aber gar nicht um die Rosenberggarnele, sondern eine nah verwandte Art, die ebenfalls sehr groß wird und ähnliche Ansprüche an die Pflege stellt, nämlich Macrobrachium dacqueti, eine Art, die im Amazonasgebiet heimisch ist.

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Merkmale, Form und Färbung der Rosenberggarnele

Die Rosenberggarnele ist die größte der bisher bekannten Großarmgarnelen, deren Körperlänge bereits ohne die Scheren 25cm, bei den Männchen sogar bis zu 30cm erreichen kann. Hinzu kommen die ungewöhnlich langen Scherenbeine, die bei den etwas größeren Männchen noch einmal 50 lang sein können. Diese Scherenbeine sind mit einer Vielzahl spitzer Dornen bestückt. Da man die Junggarnelen der Großarmgarnelen kaum voneinander unterschieden können, werden sie alle pauschal im Zoofachhandel meist als Glasgarnelen angeboten. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte diese Bezeichnung aber der echten Glasgarnele Macrobrachium lanchestri vorbehalten bleiben.

Das typische Erkennungsmerkmale der Rosenberggarnele sind die leuchtend blauen Scheren der ausgewachsenen Männchen, während die Scheren der Weibchen an der Spitze eher beigefarben sind. Die übrige Körperfärbung ist eher durscheinend bläulich-grün transparent. Jüngere Exemplare zeigen mitunter braune Längsstreifen auf dem Carapax. Die Weibchen haben außerdem deutlich kleinere Scheren, aber breitere Bauchschilder als die Männchen.

Haltung der Rosenberggarnele im Aquarium

Die im Zoofachhandel angebotenen Rosenberggarnelen angebotenen haben recht bescheidene Maßnahmen und wohl auch im heimischen Aquarium erst nicht so recht wachsen, bis sie dann doch plötzlich stark zu wachsen beginnen –vorausgesetzt es wird auch genügend gefüttert. Daher sollte man diesen Großgarnelen von vorneherein auch entsprechend große Aquarien von mindestens 1000 Liter Volumen bieten. Die Rosenberggarnele eignet daher weniger fürs Hobbyaquarium, als für große, öffentliche Schaubecken. Zumal diese Garnelen einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen gehalten werden müssen. Fürs Gesellschaftsaquarium sind diese räuberisch lebenden Großgarnelen nicht geeignet. Mit ihren langen Scherenbeinen können sie geschickt auch große Beute greifen, Fischen und anderen Krebsen würde aufgelauert und diese dann auch sehr schnell aufgefressen. Auch Wasserschnecken stehen auf dem Speiseplan der Rosenberggarnele. Selbst vor Artgenossen machen sie nicht Halt: Werden mehrere Exemplare der Rosenberggarnele in einem Aquarium zusammen gehalten, dann muss man ihnen genügend große und robuste Krebshöhlen und ähnliche Versteckmöglichkeiten bieten, wo sie vor den Attacken ihrer Beckengenossen sicher sind. Einige Züchter empfehlen daher die Rosenbergarnelen nur zur Paarung zusammen zu setzen. Auch Wasserpflanzen wird im Aquarium ein kurzer Prozess gemacht, die Pflanzen werden mit den kräftigen Scheren fachgerecht gekürzt und zerlegt.

Nachzucht der Rosenberggarnele unter Aquarienbedingungen

Die Zucht der Rosenberggarnelen wie auch einiger anderer Großarmgarnelen, die in Küstennähe leben, ist nur in Brack- oder Meerwasserbecken der asiatischen Zuchtbetriebe möglich. In reinem Süßwasser sterben die Larven innerhalb kurzer Zeit ab. Die Rosenberggarnele gehört zu dem ursprünglichen, primitiveren Vermehrungstyp der Großarmgarnelen. Das Weibchen der Rosenberggarnele legt bis zu 150.000 Eier. Aus diesen Eiern schlüpfen nach kurzer Zeit die winzig kleinen Zoe-Larven, die in der Natur als Zooplankton stromab bis ins Meer treiben, wo sie sich über mehrere Larvenstadien bis zu kleinen Junggarnelen entwickeln, die dann wieder die Flüsse hinauf ins Süßwasser wandern. Diesen Biotopwechsel zwischen Süßwasser und Brackwasser und dann wieder zurück ins Süßwasser im Aquarium erscheint bei den notwendigen Dimensionen nicht praktikabel.

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