max. Größe 8 cm, 10 cm
Haltung einfach
Zucht schwer
Wasser-
temperatur
22 bis 30  °C
Wasserwerte PH: 6.5 - 8 pH
GH: 6 - 25 °dH
KH: 3 - 15 °dGH
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Verbreitung und Lebensraum der Molukken-Fächergarnele

Die Molukken-Fächergarnele wird auch Molukken-Bergbachgarnele, Bergwassergarnele, Rad-Fächergarnele oder auch einfach Radargarnele genannt. Sie kommt nicht nur auf den Inseln der Molukken vor, sondern ist viel weiter in Südasien und dem Fernen Osten verbreitet. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom indischen Subkontinent und Sri Lanka über Thailand und Malaysia bis Papua-Neuguinea. Die adulten Molukken-Fächergarnelen leben in stark strömenden Abschnitten von Fließgewässer, jedoch weniger in Bergbächen –wie ihre Name Molukken-Bergbachgarnele suggerieren könnte- sondern in den wärmeren Regenwaldgewässern des Tieflandes. Das liegt auch an ihrer Fortpflanzungsweise, denn die Larven der Molukken-Fächergarnelen können sich nur in Meerwasser entwickeln. Von dort aus wandern dann die bereits vollentwickelten, aber winzig kleinen Junggarnelen wieder stromauf in die Ausgangsgewässer. Im Gegensatz zu den adulten Garnelen besiedeln die Junggarnelen in der ersten Zeit strömungsarme Bereiche in den Bächen.

Merkmale, Form und Färbung der Molukken-Fächergarnele

Die Molukken-Bergbachgarnele kann bis zu 10cm groß und mehr als 6 Jahre werden. Sie bleibt kleiner als die Gabun-Riesenfächergarnele und unterschiedet sich von dieser durch die glatte Carapax-Oberfläche. Das erste Schreitbeinpaar der Männchen ist deutlich größer als das der Weibchen. Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal zwischen beiden Geschlechtern ist jedoch nur die Position der Geschlechtsöffnungen. Dazu muss man die Molukken-Fächergarnele vorsichtig auf den Rücken drehen. Diese Geschlechtsöffnungen, der Fachausdruck dafür ist Gonoporen, liegen beim Weibchen an der Basis des dritten Schreitbeinpaares, beim Männchen am fünften Schreitbeinpaar.

Die Körperfärbung der Molukken-Fächergarnele ist sehr variabel und schließt alle Brauntöne ein. Charakteristisch ist aber der hellere Rückenstrich in Weiß bis Gelbbraun, der vor allem bei den jüngeren Garnelen sehr ausgeprägt ist, bei älteren Exemplaren schwächer wird, aber nie völlig verschwindet. Darüber hinaus sieht man bei manchen Individuen auch dunklere Seitenstreifen, andere zeigen unterbrochene Farbmuster. Da innerhalb des riesigen Verbreitungsgebietes der Molukken-Fächergarnele ganz unterschiedliche Farbtypen vorkommen, dachte man zunächst, es handele sich dabei auch unterschiedliche Arten. Die richtige Einordnung zu einer einzigen Art erfolgte erst in den letzten Jahren. Die Molukken-Fächergarnele wird aber nicht nur wegen ihrer Körperfärbung gerne gehalten, sie hat auch ein interessantes Farbwechselspiel zu bieten. Sie können innerhalb weniger Sekunden ihre Färbung wechseln, scheinbar willkürlich, je nach Stimmungslage oder auch in Anpassung an ihre Umgebung. Mal sind sie gelbbraun marmmoriert, dann wieder dunkelbraun oder sogar rot. Unter den Fächergarnelen sind sie quasi das Chamäleon.

Lebensweise und Nahrungsaufnahme der Molukken-Fächergarnele

Fächergarnelen wirken mit ihrem gedrungenen Körper, dem kurzen Stirnforsatz und den kräftigen Beine im Vergleich zu den grazilen Zwerggarnelen recht plump und schwerfällig. Umso interessanter ist ihr Verhalten, speziell was ihre einzigartige Technik der Nahrungsaufnahme betrifft. Die Molukken-Bergbachgarnele seiht wie alle anderen Fächergarnelen auch Nahrungspartikel aus dem vorbeiströmenden Wasser. Dazu dienen ihr Borstenfächer auf den ersten beiden Schreitbeinpaaren (Aufbau und Funktionsweise der Borstenfächer Fächergarnelen). Diese Borstenfächer werden wie ein Regenschirm ausgeklappt, in die Strömung gehalten, bis genügend Schwebstoffe im Fächer hängen bleiben. Dann klappen sie die Fächer zusammen, schlagen sie unter den Kopf ein, und kämmen die Fächer mit Hilfe ihrer Mundwerkzeuge auf der Suche nach verwertbaren Nahrungspartikeln aus. Immer wieder muss der empfindliche Filterapparat gesäubert und die Borstenhaare neu sortiert werden. Diese beiden Fächerbeinpaare werden aber auch zum Laufen benutzt, dazu werden die Fächer wie ein Regenschirm zu einem spitzen Kegel zusammengeklappt. Um nicht von der Strömung mitgerissen zu werden, krallen sie sich vor allem mit dem dritten, etwas stärkeren Beinpaar an Steinen oder Wurzeln fest. Außerdem können die Molukken-Fächergarnelen sehr geschickt im Aquarium hochklettern. Dazu hangeln sie sich sogar an den Glaswänden des Aquariums hoch, indem sie geschickt Kratzer oder Algenbelag zum Festhalten nutzen. Manchmal sieht man sie auch scheinbar reglos kopfunter unter einem großen Wasserpflanzenblatt sitzen. Selbst in dieser Rückenlage können sie filtrieren. Im Aquarium kann man diese für Fächergarnelen typischen Verhaltensmuster natürlich nur beobachten, wenn eine entsprechend starke und gleichmäßige Strömung herrscht.

Haltung der Molukken-Fächergarnele im Aquarium

Herrschen im Aquarium gleichmäßige Strömungsverhältnisse, dann sitzen die Molukken-Fächergarnelen meist in einer kleinen Gruppe an der angeströmten Kante größerer Steine, Wurzeln oder auf anderen Hartsubstraten, um mit Kopf gegen die Strömung gewandt Nahrungspartikel abzufiltrieren. Daher kommen sie im Vergleich zu den viel kleineren, wieselflinken Zwerggarnelen mit relativ wenig Platz aus. Trotzdem sollet man auch kleinen und mittelgroßen Fächergarnelen ein größeres Aquarium bieten: Nur in einem verhältnismäßig langgestrecktem Aquarium lässt sich eine gleichmäßige Strömung erzeugen und ein genügend großes Wasservolumen zum Durchseihen auf Nahrungspartikel bieten. Für ein Nanobecken sind solche Fächergarnelen daher völlig ungeeignet. Zwar sind Fächergarnelen untereinander und auch gegenüber anderen Aquarienbewohnern äußerst friedlich. Auf einen Besatz mit Muscheln sollte man aber tunlichst verzichten. Denn als Filtrierer wären diese Muscheln Nahrungskonkurrenten für die Fächergarnelen.

In einem mittelgroßen Aquarium von 60 bis 80cm Länge kann man fünf bis sechs Exemplare der Molukken-Fächergarnele pflegen. Besondere Ansprüche an die Wasserwerte werden nicht gestellt; am besten hält man sie in weichem bis mittelhartem Wasser bei Temperaturen um 24 bis 25°C. Das Wasser sollte aber sauber und sauerstoffreich sein, zugleich aber genügend Schwebstoffe zum Abfiltrieren enthalten. Daher darf solch ein Aquarium nicht klinisch sauber gehalten werden, damit sich in den Stillwasserbereichen auch etwas Mulm und Detritus ansammeln können. Den muss man dann von Zeit zu Zeit aufwirbeln, damit die Partikel von den Fächern der Garnelen abgefangen werden können. Diese Arbeit können aber auch andere Mitbewohner im Aquarium abnehmen – zum Beispiel am Bodengrund lebende Fische wie Prachtschmerlen oder kleinere Welsarten. Zusätzlich kann man sie mit anderen friedlichen Fischen, die sich hauptsächlich in den oberen Wasserschichten aufhalten, vergesellschaften, ebenso wie mit Zwerggarnelen und den genauso umgänglichen australischen Flusskrebsen der Gattung Chelax.

Wichtig ist ein wöchentlicher bis vierzehntäglicher Wasserwechsel, bei dem wenigstens ein Fünftel des Aquarienwassers ausgetauscht wird. Da auch die Molukken-Fächergarnelen dämmerungs- und nachtaktiv sind – wenn auch nicht so ausgeprägt wie die Monster-Fächergarnelen -, brauchen sie Höhlen wie zum Beispiel halbe Kokosnussschalen, Tonröhren oder Unterschlupfmöglichkeiten unter Wurzeln und Steinen, in die sie sich zurückziehen können. Wichtig ist auch ein dunkler Bodengrund aus Sand, Kies und Steinen, die aber nicht scharfkantig sein dürfen, da sonst Verletzungsgefahr für die empfindlichen Filterapparate dieser Garnelen besteht.

Als Filtrierer brauchen die Fächergarnelen vor allem kleinere Futterpartikel, die möglichst lange im Wasser in Schwebe bleiben. Man versorgt sie daher am besten mit Teichplankton, fein zerriebenen Futterflocken oder zerstoßenen Futtertabletten und Spirulina-Pulver. Wichtig ist auch eine gelegentliche Zugabe von Falllaub, am besten einigen Eichen- oder Seemandelbaumblätter. Die werden zwar von den Fächergarnelen im Gegensatz zu Krebsen und Zwerggarnelen nicht direkt als Futterquelle verwertet, aber die von diesen Blättern abgegebenen Stoffe verbessern die Wasserqualität und erleichtern den Garnelen die Häutung.

Nachzucht der Molukken-Fächergarnele unter Aquarienbedingungen

Die erfolgreiche Aufzucht der planktischen Larven ist bisher – soweit bekannt – im Aquarium noch nicht gelungen, da die Larven in der Natur von Süßwasser ins Brack- oder Meerwasser wechseln und dann am Ende der Larvalentwicklung als kleine, aber fertig ausgebildete Junggarnelen erst wieder in Süßwasser zurückkehren.

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