Krankheiten der Garnelen - Bakterielle Infektion

Bakterielle Infektionen bei Garnelen

Pathogene, krankmachende Bakterien können auf verschiedenen Wegen in den Körper der Garnele gelangen: Über die Nahrung – ein Problem, wenn man mit Plankton aus Teichkulturen füttert - das Wasser, wenn es durch Fäulnisprozesse mit hohen Keimzahlen belastet ist. Da wird dann auch eine sonst harmlose Bakterienflora zum Problem. Ist die Garnele gesund und robust, dann haben infektiöse Bakterien kaum eine Chance. Ist das Immunsystem der Garnele geschwächt, das Tier verletzt, durch Transport oder Überbesatz gestresst, dann können pathogene Bakterien sich im Körper rasch vermehren und das Gewebe, innere Organe oder die Muskulatur allmählich zerstören. Charakteristisch für eine bakterielle Infektion ist, dass sie sich nicht sehr schnell unter den Garnelen ausbreitet, sondern das in der Regel nur ein bis zwei Garnelen pro Tag verenden und sich diese Epidemie über Tage, manchmal Wochen hinzieht. Man kann vier verschiedene Formen von Bakteriosen unterscheiden: Äußerlich sichtbare Infektionen, innere Infektion, Befall innerer Organe und eine Blutvergiftung. Solche Bakteriosen müssen nicht immer lethal sein und zum Tode führen, manche lösen stattdessen einen chronischen Krankheitsprozess aus.

Woran sind bakterielle Infektionen zu erkennen? Gibt es erste Anzeichen, die auf eine Infektion durch Bakterien hindeuten? Von krankmachenden Bakterien befallene Garnelen verhalten sich häufig entweder völlig apathisch oder sie schnappen an der Wasseroberfläche nach Luft, halten sich in gut durchströmten, sauerstoffreichen Zonen z.B. in der Nähe des Filtereinlaufs oder des Ausströmersteins auf, da die Garnelen ein Sauerstoffdefizit haben. Befallene Garnelen verblassen oft. Sie fressen nicht mehr, Häutung und Wachstum werden eingestellt. Äußerst ernst zu nehmen ist, wenn sich das Abdomen, der Hinterleib, weiß verfärbt, da dann bereits das Muskelgewebe durch die Bakterien zerstört worden ist. Genauso dramatisch wird es, wenn die äußere Schicht des Chitinpanzers zu zersetzen beginnt. Im weiteren Verlauf treten dann spezifische Symptome auf, die Rückschlüsse auf die Art der Bakterien zulassen.

Am häufigsten sind die durch Bakterien hervorgerufenen inneren Infektionen. Neben den bereits beschriebenen Symptomen kann es dabei auch zu einer Orangefärbung des Abdomens kommen, die sich dann innerhalb weniger Stunden auf den ganzen Körper ausdehnt. In diesem Stadium sind die Garnelen nicht mehr zu retten und sie sterben in den nächsten Tagen. Äußere Infektionen treten vor allem am Schwanzfächer, an den Antennen, den Schreitbeinen und auf dem Rückenpanzer auf. Der Carapax ist dann mit kleinen Löchern, kleinen punktförmigen Ehebungen und Geschwulsten übersät. Befallene Beine können eine Rosafärbung oder auch ein glasiges Aussehen annehmen. Auch solche Garnelen haben kaum eine Überlebenschance. Sie müssen rechtzeitig von den noch gesunden Garnelen getrennt werden, um diese retten zu können. Werden innere Organe von Bakterien befallen, so sieht man – zumindest bei durchsichtigen Garnelenarten -, dass die betroffenen Organe sich rosa verfärben, anschwellen und entzündet sind. In diesem Stadium sind die Garnelen nicht mehr zu retten und sterben innerhalb weniger Tage. Zur Sepsis, einer Blutvergiftung, kann es kommen, wenn pathogene Bakterien über die Kiemen oder einen lokalen äußeren, seltener auch inneren Infektionsherd in den Blutkreislauf gelangen. Äußere Symptome sind bei einer Blutvergiftung nicht zu erkennen, sie verläuft aber immer tödlich.

Bakteriellen Infektionen beugt man am besten durch sorgfältige Hygiene und einen regelmäßigen Wasserwechsel vor, um die Keimzahlen im Wasser so niedrig wie möglich zu halten. Sind erst wenige Garnelen von der Infektion betroffen, so kann man versuchen, die Restpopulation medikamentös zu behandeln. Im Fachhandel werden entsprechende Medikamente angeboten, die in der Regel zur Behandlung von Zierfischen entwickelt wurden. Bei Behandlung von Garnelen ist die angegebene Dosis daher niedriger zu halten. Eventuell kann man sich auch von einem Tierarzt wirksamere Antibiotika verschreiben lassen.

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