Die Europäische Süßwassegarnele - Atyaephyra desmaresti

Die Europäische Süßwassergarnele

Europäische Süßwassergarnele
- lat. Atyaephyra desmaresti -

Haltung: einfach
Zucht: einfach
Größe: 2,5cm (m), 4cm (w)
Temperatur: 4 bis 20°C / opt. 15 bis 18°C
PH: 6,0 bis 7,8 / opt. 7
GH: 4 bis 20°dGH
KH: -


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Die Süßwassergarnele Atyaephyra stammt eigentlich aus dem westlichen Mittelmeergebiet, ist aber über Belgien und die Niederlande auch in die mitteleuropäischen Flusssysteme vorgedrungen. Im Rhein hat sie den südlichen Oberrheinabschnitt und seine Seitengewässer erreicht. Die Süßwassergarnele ist leicht zu pflegen und zu züchten, gesellig und friedlich – ideal für ein Kaltwassergesellschaftsbecken.

Lebensraum der Europäischen Süßwassergarnele

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Süßwassergarnele Atyaephyra desmaresti liegt rund um das westliche Mittelmeer, genauer in Nordafrika und dem südlichen Europa. Von den Brackwasserzonen der Küste steigt die Süßwassergarnele die Fließgewässer stromauf bis in die Süßwasserbereiche. Ursprünglich nur in Nordafrika und dem westlichen Mittelmeerraum beheimatet, ist der deutsche Name Europäische Süßwassergarnele eigentlich nicht ganz passend gewählt. Vermutlich ist sie zu Beginn des 20.Jahrhunderts mit dem Schiffsverkehr nach Belgien und Holland gelangt. Von dort aus wanderte die Süßwassergarnele seit Beginn der 1930-ziger Jahre in die mitteuropäischen Flusssysteme, wo sie sich langsam stromauf ausbreitet. Seit einigen Jahrzehnten findet man die Süßwassergarnele auch im südlichen Oberrheingebiet. Dort findet man sie sowohl in den natürlichen Rheinseitengewässern als auch in den künstlich angelegten Rheinschluten, die der Hochwasserregulierung dienen und die Verbindung zu den Altarmen und Gießen aufrecht erhalten sollen. Sie besiedelt sowohl fließende als auch stehende Gewässerabschnitte. Nach SCHRÖDER & REY (1991) ist sie aber in den schnellfließenden Abschnitten und vor allem in den stark durchströmten Fischtreppen besonders häufig. An den Betonwänden der Fischtreppen kann man bis zu 1000 Garnelen pro m2 finden. Seit 1990 breitet die Süßwassergarnele sich vom Rhein über den Main im Main-Donau-Kanal aus und hat vermutlich bereits die mittlere Donau erreicht. Außerdem kommt sie in der Leine, im Lippe-Kanal und im Mittellandkanal vor. Es wird jedoch vermutet, dass die Süßwassergarnele inzwischen in geeigneten Gewässern ganz Deutschlands vorkommt.

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Merkmale, Form und Färbung der Europäischen Süßwassergarnele

Die Europäische Süßwassergarnele hat – wie es für Garnelen im Gegensatz zu Flusskrebsen üblich ist - einen seitlich zusammengedrückten Rückenpanzer, den Carapax, und ein weit über den Bereich der Augen hinausragendes Rostrum, wie es für Garnelen typisch ist. Der Körper der Europäischen Süßwassergarnele ist in der Regel transparent, kann bei einigen Exemplaren aber auch in Bläuliche oder Bräunliche übergehen. In der Regel sind die Weibchen intensiver gefärbt, die Männchen dagegen eher durchsichtig. Aber auch jedes Individuum kann bei den Europäischen Süßwassergarnelen Laufe seines Lebens die Färbung wechseln. Ein sicheres Artmerkmal liefert das Rostrum; es hat 20 bis 25 kleine bewegliche Stachel, am vorderen unteren Rand außerdem zwischen fünf und acht größere Zähne.

Haltung der Europäischen Süßwassergarnele im Aquarium

Die Europäische Süßwassergarnele lässt sich sehr einfach in einem Kaltwasserbecken über mehrere Generationen hin pflegen. Neben genügend Freiraum zum Schwimmen und Umherkriechen, braucht die Süßwassergarnele wie jede andere Garnelenart genügend Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten, z.B. während der Häutung. Das Aquarium sollte wenigstens stellenweise dicht bepflanzt sein, dort kriecht die Europäische Süßwassergarnele dann gerne im Pflanzendickicht umher. Andererseits kann sie – angetrieben durch die Schläge des Schwanzfächers – auch blitzschnell im Rückwärtsgang durch das Aquarium schießen. Daher muss man auch für eine geschlossene Abdeckscheibe sorgen, um zu vermeiden, dass die Süßwassergarnele über die Wasseroberfläche hinausschnellt und dann auf dem Trockenen landet. Auch wenn die Europäische Süßwassergarnele gerne Algenrasen abweidet, höhere Wasserpflanzen bleiben von ihr verschont.

Unter Freilandbedingungen toleriert die Europäische Süßwassergarnele auch geringfügige bis mittlere Wasserverschmutzungen und Abwasserfrachten. Im Aquarium sollte man dagegen besser für absolut sauberes, klares Wasser sorgen zumal diese Garnele einen hohen Sauerstoffbedarf hat. Daher muss das Aquarienwasser gefiltert und mit Hilfe von Membranpumpe, Luftschlauch und Ausströmerstein belüftet werden. Der optimale Temperaturbereich der adulten Süßwassergarnelen liegt zwischen 15 und 18°C, für die Entwicklung ihrer Larven sind etwas höhere Wassertemperaturen förderlich. Auch eine Freilandhaltung im Gartenteich ist möglich, da die Garnelen während der Wintermonate auch Temperaturen nur wenig oberhalb des Gefrierpunktes gut überstehen. Lediglich hohe Temperaturen oberhalb von 25°C in den heißen Sommermonaten machen der Europäischen Süßwassergarnele zu schaffen.

Die Garnelen suchen am Aquarienboden nach pflanzlichen Überresten und verwertbarem Detritus, weiden Algen auf Steinen und anderen Hartsubstraten ab, nehmen aber auch Insektenlarven, Kleinkrebse (z.B. Gammarus pulex oder roeseli) und Tubifex als tierische Ergänzungskost an. Zusätzlich kann man die Süßwassergarnele mit handelsüblichem Garnelen- oder Zierfischfutter füttern.

Die Europäische Süßwassergarnele ist ausgesprochen friedlich, man sollte sie stets in Gruppen von wenigstens 10 bis 15 Individuen pflegen. Sie kann auch gut mit kleineren, friedlichen Fischen und anderen Garnelen vergesellschaftet werden. Das Aquarium sollte mindestens 60 bis 80cm, für größere Gruppen eher 100cm groß sein.

Nachzucht der Europäischen Süßwassergarnele unter Aquarienbedingungen

Die Europäische Süßwassergarnele lässt sich verhältnismäßig einfach in einem Artbecken züchten. Die Weibchen sind in den Frühjahrs- und Sommermonaten trächtig, die Hauptfortpflanzungszeit liegt im Juni. Jedes Gelege kann bis 1500 Eier umfassen. Die Garnelenlarven leben die ersten Wochen planktisch; während dieser Zeit versorgt man sie am besten mit sehr feinem, in Wasser aufgeschwemmtem Staubfutter. Die Junggarnelen entwickeln sich in den folgenden 6 Monaten weiter, sodass sie bereits mit Körperlängen von 2,2cm bei den Weibchen und 2cm bei den Männchen geschlechtsreif sind.

Literaturhinweis

SCHRÖDER,P. & P.REY (1991): Fließgewässernetz Rhein und Einzugsgebiet.- Milieu, Verbreitung und Austauschprozesse der Wirbellosenfauna zwischen Bodensee und Taubergießen.- IfaH Scientific Publications (Konstanz) Vol.1, ca.300 S.

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