Meistens ist die gesamte Garnelen-Gruppe gefährdet, wenn mehr als eine Garnele tot aufgefunden wird. Das größte Warnzeichen ist, wenn die verbliebenen Garnelen beginnen, aus dem Becken zu krabbeln. Dann ist schnelles Handeln gefragt!

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ursachen für Garnelen-Sterben sind meist Stress, Krankheiten oder schlechte Wasserwerte halten Sie das Becken sauber und prüfen Sie regelmäßig die Wasserwerte
  • achten Sie beim Bekämpfen der Ursache darauf, dass viele Mittel auch für die Garnelen schädlich sein können
Aquarienkies für GarnelenFoto: Chatchai Kuntrakornkiti / shutterstock.com

Ursachen für das Sterben von Garnelen im Aquarium

Garnelen können aus vielen Gründen plötzlich sterben. Damit Sie herausfinden können, welche Ursache bei Ihnen in Frage kommt, gibt es hier eine Liste mit den häufigsten Ursachen für plötzliches Garnelen-Sterben.

  • Alter
  • Stress
  • Infektionen
  • Häutungsprobleme
  • Sauerstoffmangel
  • Vergiftung
  • schlechte Wasserwerte
  • Planarien
  • Vergesellschaftungsprobleme

Ursache 1: Das Alter der Garnelen

Garnelen werden in der Aquarium-Haltung ca. zwei Jahre alt. Da kommt es natürlich ab und zu vor, dass eine Garnele an Altersschwäche stirbt. Dies ist ganz normal und muss Ihnen keine Sorgen bereiten.

Garnele trägt EierFoto: Flups / shutterstock.com

Sie erkennen es daran, dass nur eine Garnele gestorben ist und diese sehr groß ist. Sterben in naher Zeit nicht noch weitere Garnelen in Ihrem Becken, dürfen Sie alles so laufen lassen wie bisher.

Ursache 2: Stress für Garnelen vermeiden

Stress ist ein häufiger Faktor für das Sterben bei Garnelen. Er entsteht zum Beispiel dadurch, dass man sie zu schnell ins Aquarium einsetzt oder durch eine falsche Vergesellschaftung.

Garnelen dürfen in das Aquarium

Zwerggarnelen haben viele Fressfeinde und es stresst sie enorm, wenn sie ständig durch das Becken gejagt werden. Auch quirlige Fischarten, die sie nicht fressen können sie stressen. Dazu zählen zum Beispiel Guppys. Diese lassen sie zwar meistens in Ruhe, bringen aber durch ihr aktives Schwimmverhalten Unruhe ins Garnelen-Leben.

Abhilfe bei Stress

Am besten versuchen Sie den Stress für die Garnelen von vornerein zu vermeiden. Dafür lohnt es sich, den Garnelen ein Arten-Aquarium zu erstellen und auf eine Vergesellschaftung mit Fischen zu verzichten. Wenn Sie neue Garnelen zu einer Bestandsgruppe dazu setzen möchten, geben Sie nur wenige auf einmal dazu. Zehn neue Mitbewohner sind bereits viel für Garnelen.

Beim Neueinsetzen sollten Sie sich viel Zeit lassen und nur tröpfchenweise Wasser in den Behälter mit den neuen Tieren geben, damit sie sich langsam an die neuen Wasserwerte gewöhnen können.

Ursache 3: Infektionen und andere Krankheiten

Eine weitere Ursache, die sehr häufig der Grund für vermehrtes Sterben im Garnelen-Aquarium ist, sind verschiedene Infektionskrankheiten. Diese werden oft durch neue Tiere angeschleppt, aber auch Stress kann dafür der Grund sein.

Hinweis

Gestresste Tiere erkranken und sterben schneller!

Mögliche Infektionskrankheiten im Aquarium:

  • Äußere Infektion
  • Innere Infektion
  • Blutvergiftung
  • Darminfektion
  • Infektion der Organe

Infektionskrankheiten erkennen

Garnelen die an einer Infektion erkrankt sind, sehen meistens sehr blass aus, schwimmen anders als sonst durch das Becken, fressen weniger und zeigen meistens auch Häutungsprobleme.

Bakterielle Infektion bei Garnelen

Lesen Sie dazu auch: Bakterielle Infektionen bei Garnelen – Soforthilfe und Hintergrundwissen.

Infektionen verhindern

Der einfachste Weg um Infektionen im Aquarium möglichst zu verhindern, ist das Becken immer sauber zu halten. Ist der Filter verstopft oder wird der Bodengrund nie gereinigt, können sich Infektionen viel schneller verbreiten.

Unser Tipp

Besonders durch tote Garnelen infizieren sich die anderen Garnelen. Deswegen sollten Sie immer auf eine gute Hygiene im Aquarium achten und tote Garnelen sofort entfernen.

Ursache 4: Vergiftungen

Vergiftete Garnelen erkennt man daran, dass sie zucken und schnell sterben. Bei einer Vergiftung müssen Sie besonders schnell reagieren und der Ursache auf den Grund gehen.

Garnelen sterben an einer Vergiftung

Mögliche Gründe können Schwermetalle, Pestizide, Chlor, Ammoniak oder Schwefelwasserstoff sein. Die verschiedenen Stoffe können durch schlechtes Leitungswasser, Medikamente oder Deko-Gegenstände eingeschleppt werden. Auch fauliges Holz kann für Garnelen tödlich enden. Achten Sie bei Vergiftungserscheinungen also genau darauf, was Sie neu ins Becken eingesetzt haben. Neue Pflanzen können zum Beispiel einen Metallring unten dran haben, der giftig ist.

Ursache 5: Wasserwerte

Machen Sie beim Sterben von Garnelen regelmäßig einen Test der Wasserwerte. So finden Sie schnell heraus, ob die Werte mit dem Sterben in Verbindung stehen könnten.

Ideale Werte für Neocaridina liegen bei:

  • pH-Wert: 6,5 bis 8,5
  • GH: 6 bis 30 ° dH
  • KH: 3 bis 30 ° dH
  • Temperatur: 18 bis 28 °C

Ursache 6: Sauerstoffmangel

Haben die Pflanzen im Aquarium zu wenig Licht, produzieren sie weniger Sauerstoff. In ein Garnelen-Aquarium gehören unbedingt Pflanzen, vor allem Moose. Reicht der Sauerstoff dennoch nicht aus, sollten Sie zusätzlich einen Sprudelstein aufbauen. Dieser sorgt immer für ausreichend Sauerstoff im Becken.

Ursache 7: Fressfeinde

Zu Fressfeinden im Aquarium gehören für Garnelen nicht nur Fische.

Garnelen und Fische zusammen halten

Auch Planarien können der Grund für das Sterben von Garnelen sein. Die kleinen Würmer fressen besonders gerne Junggarnelen und können den Bestand der Garnelen stark reduzieren.

Unser Tipp

Die Mittel gegen Planarien aus dem Handel können auch für Garnelen gefährlich werden. Besser sind Planarienfallen.

Soforthilfe – Was kann ich gegen das Sterben tun?

Auch wenn Sie nicht genau wissen, warum Ihre Garnelen im Aquarium sterben, gibt es ein paar Maßnahmen, die helfen können:

  1. Machen Sie zunächst einen großzügigen Wasserwechsel
  2. Entsorgen Sie alle Gegenstände sowie Pflanzen bei denen Sie sich unsicher sind, ob sie den Garnelen gut tun.
  3. Achten Sie beim Einfüllen des frischen Wassers darauf, dass es die gleiche Temperatur hat, wie das Wasser im Becken. Ansonsten kann es zu einer Schockhäutung der Garnelen kommen.

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