max. Größe 3 cm, 4 cm
Haltung einfach
Zucht mittel
Wasser-
temperatur
15 bis 28  °C
Wasserwerte PH: 6.5 - 8 pH
GH: 10 - 24 °dH
KH: 2 - 16 °dGH

Vorkommen und Herkunft der Perlgarnele

Die Perlgarnele Arachnochium kulsiense kommt im Einzugsgebiet des Brahmaputra vor. Leider wird sie auf diversen Webseiten immer wieder als Schneeflöckchengarnele bezeichnet. Dieser Name sollte aber der Art Macrobrachium mirabile vorbehalten bleiben, die ihr natürliches Verbreitungsgebiet nicht in Nordindien, sondern in Südostasien (Myanmar, Thailand, Malaiische Halbinsel und Borneo) hat. Auch wenn dies manchem Hobbyaquarianer und Garnelenhalter lästig und überflüssig erscheinen mag, zeigt es doch, wie wichtig es ist, auch den wissenschaftlichen Namen einer Garnelenart mit anzuführen, denn nur durch diesen ist eine bestimmte Art eindeutig definiert.

Die Perlgarnele kommt nicht im Brahmaputra selbst, sondern in den Fließgewässern seines Einzugsgebietes vor. Im Gegensatz zu Macrobrachium mirabile, die auch im Brackwasser vorkommt, ist die Perlgarnele eine reine Süßwasseart.

Merkmale, Form und Färbung der Perlgarnele

Die Perlgarnele hat eine hellgrüne bis bräunliche Körperfarbe mit einer etwas undeutlichen weißlichen Marmorierung. Die Scheren der Perlgarnele sind mit nur einem Drittel der Länge des Rückpanzers für eine Großarmgarnele ungewöhnlich klein. Der Stirnfortsatz, das Rostrum, ist kurz und buckelförmig. Das Rostrum der Schneeflöckchengarnele M.mirabile ist dagegen helmartig aufgewölbt, und die Körperfärbung ist ebenfalls anders. Wie bei den Großarmgarnelen üblich bleibt das Weibchen der Perlgarnele etwas kleiner als das Männchen und hat eine gedrungenere Körperform.

Haltung der Perlgarnele im Aquarium

Für die relativ kleinen Perlgarnelen reicht ein Aquarium mit 50 Liter Inhalt (60 cm Länge) aus, wenn man sie in einer kleinen Gruppe im Artbecken hält. Im Gesellschaftsbecken wirken diese ruhigen Vertreter der Großarmgarnelen eher scheu und ziehen sich zurück. Erst in einem Artbecken, wenn sie unter sich bleiben, sind sie auch tagaktiv und zeigen ihr ganzes Verhaltensrepertoire. Im Gegensatz zu anderen Garnelenarten, für die ein dunkler Bodengrund optimal ist, fühlen sich die Perlgarnelen eher über einem hellen Bodengrund wohl, der ihnen mit ihrer weißen Fleckenmustern genügend Tarnung bietet. Untereinander sind die Perlgarnelen friedlich und es kommt nur selten zu kleineren Auseinandersetzungen. Daher kann man die Perlgarnele auch gut in größeren Gruppen mit mehreren Männchen halten. Trotzdem brauchen auch diese Garnelen genügend Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten unter Holzwurzeln, größeren Steinen oder in Tonröhren und Krebshöhlen, in die sich z.B. während der empfindlichen Häutungsphase ungestört zurückziehen können. Auch die Perlgarnelen sind keine Vegetarier, sondern sind Beutegreifer, die sich vor allem von kleineren Wirbellosen ernähren. Daher gibt man ihnen neben dem handelsüblichen Trockenfutter für Zierfische, Krebse oder Garnelen auch rote oder schwarze Mückenlarven, Tubifex oder ähnliche Futtertiere zu fressen.

Wie bereits erwähnt, eignen sich Perlgarnelen eher für eine Pflege im Artbecken. Möchte man sie trotzdem vergesellschaften, dann sollte man als Beckengenossen nur ebenso kleine und ruhige Fische wählen. In Frage kommen zum Beispiel Kardinalsfische, die ebenfalls aus Indien stammen. Perlgarnelen reagieren sehr empfindlich auf bereits leicht erhöhte Nitratwerte (ab 100mg/Liter). Bei zu weichem Wasser treten Häutungsprobleme auf, wahrscheinlich weil sich dann der Rückenpanzer nicht genügend aushärten kann.

Nachzucht der Perlgarnele unter Aquarienbedingungen

Die Perlgarnele gehört dem sogenannten fortgeschrittenen Vermehrungstyp an. Die Larven machen ihre komplette Entwicklung im Ei durch, es finden also keine Milieuwechsel zwischen Süß- und Meerwasser während der Larvenentwicklung statt. Da diese Vermehrungsweise ziemlich risikoarm ist, legt das Weibchen etwa alle 4 Wochen nur jeweils 15 bis 20 Eier, die für einige Wochen im geschützten Brutraum zwischen den Schwimmbeinen getragen werden. Zu weiches, saures Aquarienwasser scheint die Produktivität der Perlgarnelen zu hemmen. Die voll entwickelten Junggarnelen werden dann ins Wasser entlassen, wo sie sofort zum Bodenleben übergehen und nach verwertbarer Nahrung in Form von Mikroorganismen und ähnlichem im Bodenmulm und Detritus suchen.

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