Der Yabby - Cherax destructor

Der Yabby - Cherax destructor

Yabby
- lat. Cherax destructor -

Haltung: einfach
Zucht: einfach
Größe: 15 bis 20cm
Temperatur: 18-26°C
PH: 7,5-9,5
GH:
KH: -


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Der Yabby ist in Australien weitverbreitet, er wird dort auch kommerziell als Speisekrebs gezüchtet, da er bis zu 28cm groß und 300g schwer werden kann. Dank der leuchtend blauen Färbung vieler Exemplare ist der Yabby auch bei Crustcaceenliebhabern unter den Aquarianer zu einem der beliebtesten Flusskrebse avanciert, zumal er -trotz seines martialischen Artnamens destructor, ausgesprochen friedlich ist. Daher lässt er sich auch gut Zwerggarnelen und selbst kleinen Fischen zusammen pflegen. Werden dem Yabby im Aquarium optimale Milieubedingungen gebieten, dann ist die Pflege leicht. Auch die Fortpflanzung im Aquarium verläuft unproblematisch, solange das Weibchen während der mehrwöchigen Tragzeit nicht unter Stress gesetzt wird.

Verbreitung und Lebensraum des Yabby

Der Yabby stammt aus Australien. Sein natürliches Verbreitungsgebiet kommt in den Bundesstaaten New South Wales, Victoria, Southern Australia, im Süden von Queensland und im Northern Territory vor. In Western Australia wurde der Yabby eingeführt und verdrängt nun dort die einheimischen Arten wie den Cherax cainii. Auch auf der Insel Tasmanien hat sich dieser Krebs zu einem Schädling entwickelt, der der einheimischen Gewässerfauna stark zusetzt. Yabby – das Wort ist der Sprache der Ureinwohner entlehnt. Die Aborigines nutzen den Yabby nachweislich seit mehr als 28.000 Jahren als eiweißreiche Nahrungsquelle. Yabbies besiedeln vor allem träge dahin fließende Flüsse und Bäche mit sandig-schlammigen Grund und einer dichten Vegetation. Man findet sie aber auch in kleineren, stehenden Gewässern wie den Billabongs.

Der Yabby - Cherax destructor

Foto: Chameleon, GNU Free Documentation License

Yabbies sind sehr temperaturtolerant. Kurzfristig vertragen sie Temperaturextreme von 1 oder 35 Grad Celsius. Unterhalb einer Wassertemperatur von 16 Grad Celsius stellen sie allerdings dann ihr Wachstum ein. Temperaturen oberhalb von 35 Grad Celsius überleben die Yabbies nicht lange. Aber auch lang anhaltende Trockenperioden halten Yabbies durch. Sie ziehen sich dann ins schlammig-feuchte Erdreich bis in 5m Tiefe zurück. Sie können auch in Brackwasser und sogar in reinem Meerwasser einige Tage überleben. Sie brauchen allerdings, um sich erfolgreich häuten und neue Panzersubstanz aufbauen zu können, mittelhartes bis hartes Wasser und pH-Werte deutlich über 7. In saurem Wasser (pH<7) sind sie nicht zu finden. Außerdem sind Yabbies äußerst empfindlich gegenüber Pestiziden und anderen chemischen Verunreinigungen der Gewässer.

Der Yabby wird seit vielen Jahren in Austrakien in großem Umfang als begehrter Speisekrebs kommerziell gezüchtet und gelangt auch in den Export, z.T. lebend unter Eis, damit er länger frisch bleibt. Man sollte aber davon absehen, solche Exemplare für das heimische Aquarium zu erwerben. Diese Krebse sind so stark vorgeschädigt, dass sie dort nicht lange überleben werden. In ihren autralischen Heimatgewässern sind Yabbies in ihren Beständen stark durch Gewässerverschmutzung und die Konkurrenz von neu eingeführten Krebsarten gefährdet und stehen dort auf den Roten Listen.

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Merkmale, Form und Färbung

Yabbies haben sich dank ihrer intensiven blauen Körperfärbung und ihrem äußerst friedlichen Verhalten sehr schnell zum Liebling der Crustaceenfreunde unter den Aquarianern entwickelt. Aber nicht alle Exemplare sind so intensiv blau. Es gibt Individuen mit einer blauweißen, braunen oder dunkelblauen Grundfärbung. Eine Varietät, die rein weiß ist und früher als Unterart des Yabby geführt wurde, wurde inzwischen als eigenständige Art Cherax albidus ausgegliedert, da sie sich nicht nur in der Farbe, sondern auch in den Körperproportionen deutlich vom Yabby unterscheidet. Es konnte bisher noch nicht vollständig geklärt, welche Farbunterschiede genetisch fixiert sind und welche durch die Milieubedingungen beeinflusst werden. Wie bei Flusskrebsen lassen sich die Geschlechter der Yabbies nur auf ihrer Körperunterseite sicher unterscheiden. Die Gonoporen des Weibchens liegen an der Basis der zweiten Pereiopoden, die des Männchens dagegen am fünften Schreitbeinpaar. Das Stirnskelett, das Rostrum, ist etwa doppelt so lang wie breit und hat auf beiden Seiten jeweils einen Stachel. Der Rückenschild, Carapax, ist kürzer als der Hinterleib, aber doppelt so lang wie breit. Der Yabby hat auf dem Carapax eine deutlich ausgeprägte Querfurche und ist mit feinen Punkten üersät.

Die Scheren des Yabby sind lang und kräftig gebaut. Der obere Rand der Scheren ist mit Tuberkeln besetzt, der untere Rand dagegen glatt.

Haltung des Yabby im Aquarium

Der wissenschaftliche Artname destructor bedeutet zwar Zerstörer, der Yabby ist aber ein sehr friedlicher Krebs, der auch gut mit Zwerggarnelen vergesellschaftet werden kann. Das hat den Vorteil, dass die Futterpartikel, die der Yabby beim Fressen aufwirbelt, den Garnelen als Futter dient. So ergänzen sich beide Arten und das Aquarium bleibt sauber. Auch mit Artgenossen verträgt sich der Yabby gut. Bei Besatz mit einem Pärchen sollte das Aquarium aber mindestens 80cm lang sein. Das Aquarium muss genügend Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten bieten. Dazu eignen sich standsichere (!) Steinaufbauten, künstliche Höhlen, Kokosnussschalen und große Mangrovenholz- oder Moorkienwurzeln. Auch eine dichte Bepflanzung ist sinnvoll, da diese Krebse gelegentlich auch etwas vegetarische Nahrung brauchen. Es bleiben aber immer genügend Pflanzen übrig, vor allem wenn man ihnen regelmäßig Grünkost zur Kompensation anbietet. Denn der Yabby ist eigentlich ein Vegetarier, der aber gelegentlich auch tierische Nahrung als Eiweißquelle braucht. Daher sollte man ihm auch klein geschnittene Brocken von gekochtem oder gefrorenem Fisch geben. Junge Yabbies kann man auch mit Frostfutter oder Futtertabletten statt bekommen. Das Aquarienwasser muss sauber und klar sein, eine gute Filteranlage und eine kräftige Belüftung ist daher im Aquarium unabdingbar. Der Yabby ist ausgesprochen friedlich sowohl unter seinesgleichen als auch gegenüber anderen Aquarienbewohner. Deshalb kann man ihn auch mit kleineren Fischen und Zwerggarnelen zusammen pflegen. Der Yabby ist nachtaktiv und benötigt Höhlen und Unterschlupfmöglichkeiten, in die er sich tagsüber und zur Häutung zurückziehen kann.

Nachzucht des Yabby

Die Weibchen der Yabbies werden schon mit einem Jahr geschlechtsreif, bei den Yabby Männchen dauert es länger. Wie bei Flusskrebsen üblich dreht das Männchen sein Weibchen zur Paarung auf den Rücken und heftet seien Spermienpakete in der Nähe ihrer Gonoporen an. Werden nun die Eier vom Weibchen ausgestoßen, passieren sie die Spermienpakete und werden dabei befruchtet. Das Weibchen klappt seinen Schwanzfächer, das Telson, dicht schließend unter den Hinterleib und bildet so eine kleine, Schleim gefüllte Höhle. Dabei werden die Eier an die Schwimmbeine, die Pleopoden, gedrückt und blieben dort kleben. Bei Raumtemperatur beträgt die Tragzeit bis zu 6 Wochen, bei Temperaturen um 25 Grad Celsius kann sich Tragzeit bereits halbieren. Befruchtete Eier nehmen eine grünliche bis bläuliche Farbe an. Interessanterweise erkennt das Weibchen die unbefruchteten Eier, sortiert sie aus und frisst sie auf; dabei kann es neue Kraftreserven für die lange Tragzeit anlegen. Unbefruchtete, vom Weibchen übersehene Eier, verpilzen mit der Zeit und verfärben sich orange. Der Pilzbefall kann auf das gesamte Gelege übergreifen und alle Eier vernichten. Geraten die Weibchen etwa durch aufdringliche Artgenossen in Stress oder fühlen sich vom Aquarianer gestört, dann fressen sie manchmal das gesamte Gelege auf. Daher ziehen sie sich während der Tragzeit in ihre Höhle zurück und erschienen nur zur Futterannahme auf der Bildfläche. Nachdem die Krebslarven geschlüpft sind, haken sie sich noch für einige Zeit an den Schwimmbeine des Muttertieres fest. Dazu dienen ihnen spezielle kleine Häkchen, die sie auf ihren Scheren haben. Außerdem sind mit einer Art Nabelschnur, dem Telsonfaden, noch fest mit ihrer Mutter verbunden. Sie häuten sich während dieser Zeit noch mehrmals, bis sie schließlich als voll entwickelte Jungkrebse in die Freiheit entlassen werden und sich auf eigene Faust durchschlagen müssen.

Literaturhinweise

PEKNY, R. & C.LUKHAUP (2009): Süßwasser-Krebse.- Gräfe & Unzer Verlag (München), 64 S.
PEKNY, R. & C.LUKHAUP (2007): Ein australischer Pionier – der Yabby.- Caridina, Heft1/2007: S.10-15.

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