Eingewöhnung der Garnelen im Aquarium

Eingewöhnung der Garnelen

Garnelen reagieren auf jeden Milieuwechsel empfindlich. Daher ist bei der Eingewöhnung in ein neues Aquarium größte Sorgfalt angeraten, um unnötige Verluste zu vermeiden. Das beginnt bereits beim Kauf der Garnelen, die durch aktives Verhalten und kräftige, artspezifische Körperfärbung signalisieren, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach gesund sind. Bei Versand und Transport ist zu darauf zu achten, dass die Garnelen einzeln gehalten und in einer Thermobox transportiert werden. Vor dem Einsetzen in das endgültige Aquarium müssen Wildfänge und Importtiere für einige Tage zunächst in Quarantäne, damit keine Parasiten und Krankheitskeime eingeschleppt werden. Auch alle anderen Garnelen müssen zunächst langsam an die Temperatur und Wasserwerte im Aquarium adaptiert werden.

Was man schon beim Kauf der Garnelen beachten sollte

Erste Voraussetzung für eine erfolgreiche Eingewöhnung an die Aquarienverhältnisse ist selbstverständlich, dass man nur gesunde, gut genährte und voll ausgefärbte Garnelen erwirbt. Wenn man Garnelen direkt vom Züchter erwirbt, von dem man dann auch die gleiche Wasserverhältnisse erfahren kann, unter die Garnelen bei ihm erfolgreich gehalten und gezüchtet wurde ist dies vorteilhaft. Ebenso kann man Garnelen auf einer Fachmesse für Aquaristik oder im Rahmen einer Börse von einem regionalen Verein für Garnelenfreunde erwerben. Auch hier bekommt man gleich wertvolle Tipps zu Haltung und Zucht. Vermehrt werden die häufigsten Garnelen in Zoofachgeschäften angeboten. Hier ist man weitgehend auf das eigene Urteilsvermögen angewiesen. Kriterien für gesunde Garnelen sind: Die Garnelen sind aktiv auf Nahrungssuche oder schwimmen umher. Beim Herausfangen versuchen sie durch Rückwärtsschwimmen oder Springen zu entkommen. Die Garnelen sollten ihre für die Art typische Körperfärbung zeigen; nur beim Herausfangen und Transport, also unter Stressbedingungen, dürfen sie auch verblassen. Transparente Arten sollten nicht milchig-trüb gefärbt sein, ebenso müssen die Augen dunkel und klar, statt weißlich trüb sein. Weist der Panzer Löcher oder für die Art untypische Flecken und Beulen, dann ist ebenfalls vom Kauf abzuraten. Wenn dagegen einzelne Gliedmaßen fehlen, ist das nicht weiter tragisch. Die fehlenden Extremitäten regenerieren sich bereits nach der nächsten Häutung. Garnelen, die frisch gehäutet sind oder sich sogar gerade in der Häutung befinden, dürfen dagegen nicht transportiert werden. In diesem Stadium würde sie unweigerlich eingehen. Ist man auf den Internet-Versandhandel angewiesen, so sollte man in den AGB’s des Anbieters darauf achten, dass es eine Rücknahmegarantie bei kranken oder geschädigten Garnelen gibt. Seriöse Anbieter werden solche Garnelen aber gar nicht erst verschicken; meist wird dann auf der Interseite darauf hingewiesen, wann und in welcher Größe die Garnelen verkauft werden. Außerdem werden bestimmte Versandtage angegeben, damit die Garnelen nicht zu lange unterwegs sind.

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Was man beim Transport von Garnelen beachten sollte

Werden Garnelen verschickt, dann sollten wenigstens die größeren und raubeinigen Arten wie die Großarmgarnele in einzelnen Beuteln verpackt werden. Gleichzeitig brauchen die Garnelen ein Stoff- oder Plastikgitter, an das sie anklammern können. Dies Material muss aber unbedingt frei von Schwermetallen und anderen Schadstoffen sein. Bei hohen Außentemperaturen oder bei Frost müssen die Plastikbeutel in eine Isolierbox verpackt werden. Die Garnelen sollten beim Transport dunkel gehalten werden; das reduziert den Stress.

Quarantäne für Garnelen

Garnelenarten, die aus Wildfängen stammen oder aus Übersee importiert werden, sollten nach ihrer Ankunft erst einmal für einige Tage in ein gesondertes Quarantänebecken gesetzt und beobachtet werden. Denn sie können Parasiten und Krankheitskeime einschleppen, gegen die sie selbst vielleicht immun sind, die aber für andere Beckengenossen gefährlich sein könnten. Man beobachtet die auf diese Weise isoliert gehaltene Neuankömmlinge für einige Tage. Die Kriterien für eine gesunde oder kranke Garnelen sind die gleichen wie im Abschnitt „Was man schon beim Kauf der Garnelen beachten sollte“. Zusätzlich wird auf die Krankheiten der Garnelen verwiesen.

Eingewöhnen und Umsetzen der Garnelen

Sind die Wasserwerte in dem Aquarium, aus dem die Garnelen entnommen wurden, annähernd vergleichbar mit denen im Aquarium, in das die Garnelen eingesetzt werden sollen, dann geht es nur darum, einen Temperaturausgleich zu schaffen. Dazu legt man die Transportbeutel mit den Garnelen in das Aquarium, bevor man den Beutel nach einiger Zeit öffnet und die Neuankömmlinge in das Aquarium entlässt. Weichen die Wasserwerte im Händlerbecken dagegen stärker von denen in ihrer neuen Aquarienunterkunft ab oder sind jene Wasserverhältnisse, aus denen die Neuankömmlinge stammen, gänzlich unbekannt, dann dauert die Umgewöhnung natürlich länger. Man setzt die Garnelen zunächst mit dem Transportwasser in ein gesondertes kleineres Becken und lässt sehr langsam Wasser aus dem Aquarium über einen Silikonschlauch nach dem Saugheberprinzip dazu tropfen, wobei die Zufuhr über eine Schlauchklemme gedrosselt wird. Wenn das Mischungsverhältnis dann einiger Zeit das Verhältnis 1:1 erreicht hat und die Wassermenge im Eingewöhnungsbecken also auf das Doppelte angestiegen ist, können die Garnelen vorsichtig heraus gefangen und in ihre künftige Heimat umgesiedelt werden.

Wenn das Aquarium zum ersten Mal besetzt wird

Bevor ein neu eingerichtetes Aquarium zum ersten Mal mit Garnelen besetzt werden kann, muss das Aquarienwasser frei von Schwermetallen und anderen Schadstoffen sein und sich ein biologisches Gleichgewicht mit stabilen Wasserverhältnissen eingestellt haben. Dazu werden Bodenmaterial und Wasserpflanzen vor dem Einsetzen ins Aquarium mehrmals in einer separaten Wanne oder Becken gewässert und dort das Wasser täglich gewechselt. Dann kann das Aquarium eingerichtet werden. Man sollte dann noch zwei bis drei Wochen das Aquarium unbesetzt lassen, bis sich die Wasserverhältnisse stabilisiert, ein biologische Gleichgewicht eingestellt und die Mikroflora für die Abbauprozesse im Filter etabliert haben. Vor dem endgültigen Einzug der Garnelen sollten sich bereits ein erster Algenrasen und etwas Bodenmulm als Nahrungsgrundlage für die Garnelen gebildet haben. Weitere Tipps im Beitrag „Größe und Einrichtung von Garnelen-Aquarien“.

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