Die Gabun-Riesenfächergarnele - Atya gabonensis

Die Gabun-Riesenfächergarnele - Blaue Monstergarnele

Gabun – Riesenfächergarnele
- lat. Atya gabonensis -

Haltung: einfach
Zucht: schwierig
Größe: 16cm (m), 14cm (w)
Temperatur: 24 bis 28C
PH: 6,5 bis 8
GH: 10-20°dGH
KH: 10 bis 20°dKH


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Blaue Gabunfächerhandgarnele - Atya gabonensis 4 - 7 cm -> Weitere Bilder und Bestellmöglichkeit

Die Gabun-Riesenfächergarnele ist trotzt ihrer enormen Größe und ihres martialischen Aussehens kein Monster, wie ihr zweiter Name Blaue Monstergarnele suggerieren könnte, sondern als Schwebstoff-Filtrierer absolut friedlich und gut mit anderen Wirbellosen und Fischen zusammen zu halten: Einmal eingewöhnt ist sie relativ pflegeleicht, allerdings ist die Nachzucht im Süßwasseraquarium nicht möglich, da die Larven sich nur im Meerwasser zu Junggarnelen entwickeln können.

Verbreitung und Lebensraum der Riesenfächergarnele

Die Gabun-Riesenfächergarnele kommt zu beiden Seiten des Atlantiks, in Westafrika und Südamerika vor. In Westafrika ist sie vom Senegal aus südwärts bis ins Kongobecken verbreitet. An der Ostküste Südamerika reicht ihr Vorkommen von Venezuela bis Brasilien. Die Gabun-Riesenfächergarnele, auch Blaue Monstergarnele genannt, besiedelt vor allem die starkströmenden Weißwasserflüsse. Sie wandert aber auch die Bäche im Einzugsgebiet dieser Flüsse stromauf bis in die Quellregion. Weißwasserfließgewässer sind reich an Schwebstoffteilchen, daher die Trübung, ein optimaler Lebensraum für filtrierende Wirbellose wie die Fächergarnelen. Weißwasser bedeutet aber auch, dass solche Gewässerabschnitte im Gegensatz zu den Schwarzwasser- und Klarwasserflüssen der Tropen sehr elektrolytreich sind, d.h. sie haben eine relativ hohe elektrische Leitfähigkeit, eine mittlere bis hohe Gesamt- und Karbonathärte, und neutrales Wasser (pH-Werte um 7 und höher). Das erleichtert natürlich die Pflegebedingungen für solche Fächergarnelen im Aquarium. Nicht alle Fächergarnelen, die im Zoofachhandel als Gabun-Riesenfächergarnelen angeboten werden, gehören wirklich der Art Atya gabonensis an. Es kann sich dabei genauso gut um Atya africana und Atya scabra handeln, die zwar ähnlich aussehen und auch ähnliche Milieuansprüche haben, aber sich in ihrem Verbreitungsgebiet in Afrika und Südamerika deutlich voneinander unterscheiden. Also am besten nachfragen, woher die Garnelen stammen und zu welcher Art sie wirklich gehören. Da sich diese Riesenfächergarnelen unter Süßwasserbedingungen im Aquarium nicht vermehren lassen, handelt es sich durchweg um Wildfänge. Das wirft ein zweites Problem auf: Bei Fang, Hälterung und Transport gehen oft einzelne Gliedmaßen und Beine verloren. Das schwächt natürlich die Gabun-Riesenfächergarnelen, ist aber nicht weiter tragisch, da die fehlenden Extremitäten bei der nächsten Häutung wieder regeneriert werden. Sind sie erst einmal eingewöhnt, sind Fächergarnelen relativ pflegeleichte Gesellen.

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Merkmale, Form und Färbung der Gabun-Riesenfächergarnele

Auch wenn die Gabun-Riesenfächergarnele auch Blaue Monstergarnele genannt wird, die Körperfärbung muss nicht unbedingt hell- oder dunkelblau sein, es kommen auch braune, rotbraune und sogar fast weiße Exemplare vor. Die Färbung kann auch individuell variieren und passt sich von Häutung zu Häutung immer mehr der Umgebung an. Will man intensiv blaue Monstergarnelen haben, dann muss man für einen dunklen Bodengrund im Aquarium sorgen. Mit dem Alter nimmt diese Blaufärbung aber langsam wieder ab und es dominieren rotbraune Farbtöne bei ausgewachsenen Gabun-Riesenfächergarnelen. Die Blaufärbung ist außerdem vom Wohlbefinden und der Stimmung der Gabun-Riesenfächergarnelen abhängig. Unter Stress, vor und nach einer Häutung kann der Blauton ins Graue wechseln.

Die Gabun-Riesenfächergarnelen haben ein stark entwickeltes drittes Beinpaar, mit dem sie sich auch bei starker Strömung am Untergrund festhalten können. Die Scherenfinger sind zu Borstenfächern weiterentwickelt, die sie in der Wasserströmung ausbreiten, um damit herandriftende Nahrungspartikel abzufangen. Von Zeit und Zeit werden die Fächer eingeklappt und mit den Mundwerkzeugen ausgekämmt. Die Männchen haben besonders kräftige, und stark bedornte Schreitbeine. Die Weibchen haben kleinere Vorderbeine. Außerdem erkennt man sie an den größeren Bauchschildern. Männchen und Weibchen weisen eine stark gefaltete Oberfläche des Rückpanzers (Carapax) auf.

Haltung der Gabun-Riesenfächergarnele im Aquarium

Da die Gabun-Riesenfächergarnele mit bis zu 16cm ungewöhnlich groß wird, brauchen die Garnelen auch ein entsprechend großes Aquarium von wenigstens 80, besser 100cm Länge. Neben einer Randbepflanzung mit breitblättrigen Wasserpflanzen brauchen diese Fächergarnelen vor allem genügend große Sitzplätze auf Steinen, Wurzeln oder anderen Hartsubstraten, die so exponiert sein müssen, das die Fächergarnelen mit dem Kopf zur Strömung darauf verharren und ihre Borstenfächer in die Wasserströmung halten können. Daher ist auch neben einem leistungsfähigen Außenfilter eine starke Durchlüfterpumpe notwendig, die für eine Sauerstoffversorgung und ausreichende Strömungsverhältnisse im Aquarium sorgt. Zusätzlich muss man den Gabun-Riesenfächergarnelen auch Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten bieten, z.B. in Form von künstlichen Krebshöhlen oder Tonröhren. Gerne werden auch Kokosnusshälften als Versteck angenommen. Da die Gabun-Riesenfächergarnelen überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv sind, ziehen sie sich tagsüber zurück und halten sich versteckt. Wichtig ist auch ein dunkler Bodengrund; dann fühlen sich die Riesenfächergarnelen wohl und zeigen am ehesten ihre leuchtend blaue Körperfärbung. In einem Artbecken hält man am besten vier große Exemplare, für mehr reicht das Nahrungsangebot im Aquarium auch meist nicht aus.

Die Gabun-Riesenfächergarnelen sind trotz ihrer Größe sehr friedliche Artgenossen, abgesehen von harmlos verlaufenden Kabbeleien zwischen ihres gleichen. Meist geht es dabei um die besten Ansitzplätze in der Strömung. Daher kann man sie auch gut mit wesentlich kleineren Zwerggarnelen der Gattung Caridina und Neocaridina zusammen halten, ebenso wie mit friedlichen Flusskrebse der Gattung Chelax aus Australien. Nicht zu empfehlen ist dagegen die Vergesellschaftung mit Großarmgarnelen und amerikanischen Flusskrebsen, die sich ihrerseits an Fächergarnelen vergreifen könnten. Oft wird eine Vergesellschaftung mit friedlichen Labyrinthfischen wie dem Küssenden Gourami oder Mosaikfadenfischen empfohlen. Will man das Aquarium jedoch Biotop gerecht einrichten, dann haben darin Fische aus Südostasien nicht zu suchen. Dann sollten man sich eher einen Schwarm friedliche Salmler aussuchen; in Frage kämen zum Beispiel die Kongosalmler aus Afrika oder südamerikanische Salmlerarten.

Die Gabun-Riesenfächergarnelen filtern Schwebstoffe und Nahrungspartikel aus der Strömung. Will man sie mit Plankton, fein zerriebenem Flockenfutter oder Spirulina-Pulver füttern, dann stellt man am besten zuvor den Filter ab, die Durchlüfterpumpe bleibt jedoch an, um für ausreichende Strömung zu sorgen. Außerdem kann man vorsichtig etwas Mulm und Detritus vom Boden aufwirbeln, die dann mit der fließenden Welle ebenfalls von den Garnelen abfiltriert werden können. Dass sich die Fächergarnelen dabei überfressen könnten oder sie unbrauchbare Schwebstoff- und Sandpartikel in den Magen-Darmtrakt aufnehmen könnten, diese Sorge ist unbegründet. Die Garnelen kämmen die eingeklappten Fächer gründlich aus und betasten und untersuchen die Futterpartikel auf Verwertbarkeit, bevor sie sie sich mit ihren Greifwerkzeugen in den Mund stopfen. Eher besteht die Gefahr, dass diese großen Fächergarnelen in einem allzu sauberen Aquarium Hunger leiden könnten. Wenn sie statt zu filtrieren, auf dem Bodengrund umherlaufen und dort nach Fressbarem suchen, dann ist dies ein sicheres Zeichen, das sie an Nahrungsmangel leiden. Spätestens dann muss man mit ausreichend Plankton zufüttern, sonst gehen diese Garnelen bald ein.

Nachzucht der Gabun-Riesenfächergarnele unter Aquarienbedingungen

Wie alle Fächergarnelen gehört auch die Gabun-Riesenfächergarnele zum ursprünglichen, sogenannten primitiven Fortpflanzungstyp. Die Garnelen laichen zwar im Süßwasser ab, die aus den Eiern schlüpfenden Zoe-Larven können aber nur wenige Tage im Süßwasser überleben. Die Larven lassen sich stromab bis in die Mündung ins Meer treiben, wo sie im marinen Milieu viele einzelne Larvenstadien durchlaufen, bis die vollentwickelten Junggarnelen dann wieder stromauf wandern, wo sie zu ausgewachsenen, geschlechtsreifen Fächergarnelen heranwachsen. Zwar laichen die Gabun-Riesenfächergarnelen auch im Aquarium ab, eventuell schlüpfen auch einige Zoe-Larven, die dann aber bald eingehen. Umgekehrt vertragen die adulten Fächergarnelen kein Brack- oder Meerwasser, daher nützt es auch wenig, wenn man die Elterntiere rechtzeitig vor dem Ablaichen in ein Meeresaqaurium umsetzen würde. Theoretisch bleibt als einzige Möglichkeit, diese Zoea-Larven aus dem Süßwasseraquarium herauszufischen und in Salzwasser-Aufzuchtbecken umzusetzen. Ob dies bisher gelungen ist, ist nicht bekannt.

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