Zwerggarnelen im Überblick

Zwerggarnelen im Überblick

Red Bee Shrimp K2 , Caridina cf. cantonensis -> Weitere Bilder und Bestellmöglichkeit

Zwerggarnelen bilden mit mehr als 3000 Arten die größte Gruppe der Unterordnung der Garnelenartigen Langschwanzkrebse Caridinea. Die in Aquarien gepflegten Arten der Gattung Caridina und Neocaridina stammen vor allem aus Südostasien und den Inseln des Indopazifiks. Sie kommen jedoch auch in Amerika, Afrika und Europa vor. Im Gegensatz zu anderen Gruppen der Krebse sind Garnelen völlig harmlos, mit ihren winzigen Scheren können sie sich ihre Nahrung zurecht zupfen, aber weder angreifen noch sich damit verteidigen. Vielmehr muss man sie vor anderen aggressiven Mitbewohner schützen. Eine Vergesellschaftung ist deshalb nur mit anderen Garnelen, einige harmlosen Krebsarten der Gattung Cherax, Schnecken, Muscheln und kleineren, friedfertigen Fischen möglich.

Eine Red Bee-Garnele aus der Caridina cf. cantonensis-Gruppe

Foto: Dirk Blankenhaus, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Garnelen reagieren empfindlich auf plötzliche Änderungen der Wassertemperatur und anderen Parametern wie pH und Wasserhärte. Daher ist bei der Beckeneinrichtung, beim Eingewöhnung der Garnelen und beim allfälligen Wasserwechsel besondere Sorgfalt geboten. Um die Zwerggarnelen vor Krankheiten zu schützen, für die es oft noch keine speziellen Medikamente gibt oder die unheilbar sind, muss man sie durch abwechslungsreiches Futter und stressfreie Milieubedingungen in ihrer Immunabwehr stärken. Viele dieser Zwerggarnelen sind reine Süßwasserbewohner und können auch im Aquarium einfach vermehrt werden. Ihre Larven durchlaufen entweder die gesamte Entwicklung im Ei oder aus den Eiern schlüpfen Erstlarven, die planktisch und erst am Ende der Larvalentwicklung zum Bodenleben übergehen. Problematisch ist die Nachzucht von Zwerggarnelen, die in ihrer Entwicklung auf einen Milieuwechsel zwischen Süß- und Meerwasser und zurück angewiesen sind.

Lebensraum der Zwerggarnelen

Die meisten der in Aquarien gepflegten Zwerggarnelen stammen aus Asien. Die meisten besiedeln dicht bewachsene, langsam fließende Gewässer, einige sind aber auch in Seen zu Hause. Die meisten Arten der Gattungen Craidina und Neocaridina leben in Süßgewässern, einige kommen aber auch im Brackwasser vor. Zwerggarnelen findet man sowohl auf dem asiatischen Kontinent als auch auf den Inseln im Indopazifik. Zwerggarnelen gibt es aber auch in Afrika, Amerika und sogar in Europa. Nur in Australien fehlen sie völlig.

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Merkmale, Form und Färbung der Zwerggarnelen

Zwerggarnelen bilden zusammen mit den Fächergarnelen die Unterordnung Caridinea, die mit mehr als 3.000 bisher bekannten Arten die meisten der im Süßwasser lebenden Garnelen stellen. Gemeinsam mit der zweiten großen Unterordnung Penaeoidea, zu denen die im Süßwasser lebenden Großarmgarnelen der Gattung Macrobrachium gehören, haben sie einige für Crustaceen im Allgemeinen und Garnelen im Besonderen Merkmale gemeinsam: Der Körper der Garnelen lässt sich in drei Abschnitte aufteilen, den Kopf und die Brust, die beide zum Cephalothorax verschmolzen sind, und den Hinterleib, das Abdomen. Der Cephalothorax wird aus Segmenten gebildet, die miteinander verschmolzen sind, im Hinterleib sind diese Segmente dagegen noch deutlich sichtbar. Garnelen haben wie alle Crustaceen ein Außenskelett, dessen wichtigster Baustoff Chitin ist. Garnelen haben dreierlei Arten von Extremitäten. Der Hinterleib trägt fünf Schwimmbeinpaare, die sogenannten Pleopoden, die zum Schwimmen dienen, bei den Garnelen aber im Vergleich zu den Schreitbeinen (Pereiopoden) des Vorderkörpers zurück gebildet sind. Mit Hilfe der 3 Schreitbeinpaare bewegen sie sich auf dem Boden fort oder klettern auf Wasserpflanzen empor. Im Kopfbereich sitzen schließlich noch zwei Extremitätenpaare, die als stark umgestaltete Werkzeuge zur Nahrungsaufnahme dienen. Alle Garnelen nehmen über Kiemen den im Wasser gelösten Sauerstoff auf, zur Luftatmung sind sie nicht befähigt. Wie alle Crustaceen, so haben auch die Garnelen eine mit Wasser gefüllte kleine Grube im Kopfbereich, die Statocyste, die als Gleichgewichtsorgan zur Orientierung im Raum dient. In dieser Statocyste liegt ein kleiens Körnchen aus Sand oder feinem Kies. Bewegt sich die Garnele, dann ändert auch deiser Satolith seien Position und drückt auf die Enden der in der Innenmembran endenden Sinneszellen, die diesen Reiz an das Nervensystem weiterleiten. Diese Statolithen gehen bei jeder Häutung verloren und müssen durch neue Körnchen, die die Garnele vom Boden aufnimmt, ersetzt werden.

Im Gegensatz zu den Großarmgarnelen haben die Zwerggarnelen nur winzig kleine Scheren, die nicht Angriff und Verteidigung dienen, sondern nur zur Nahrungsaufnahme verwendet werden. Mit Hilfe dieser Scheren zupfen sie Mikroorganismen und andere verwertbare Nahrungspartikel aus Moosrasen, Mulm und Detritusschichten oder grasen Algenrasen und Wasserpflanzenpolster ab.

Die im Süß- und Brackwasser lebenden Zwerggarnelen werden von 2 Gattungen gebildet: Der sehr artenreichen Gruppe der Caridina und den Neocaridina. Ursprünglich nahm man an, dass alle Arten der Neocaridina relativ große und wenige Eier produzieren, in denen die gesamte Larvalentwicklung abläuft und erst die voll entwickelten, kleinen Junggarnelen dann aus diesen Eier schlüpfen. Die Weibchen der Caridina sollten dagegen viele, winzig kleine Eier legen, aus denen die Zoea-Larve schlüpft, die sich im Plankton in Süß- oder Meerwasser über mehrere Larvenstadien bis zur Junggarnele entwickelt. So einfach ist dies jedoch nicht.

Eine sichere Unterscheidung zwischen Zwerggarnelen der Gattungen Caridina und Neocaridina ist nur unter dem Stereomikroskop oder mit Hilfe einer starken Lupe möglich. Die Männchen der Neocaridina haben am ersten Schwimmbeinpaar einen Anhang, der ihnen als Begattungsorgan dient und den Caridina-Arten fehlt. Außerdem unterscheiden sich Caridina und Neocaridina in der Ausprägung der sogenannten Maxillipeden, Anhängen der Mundwerkzeuge.

Haltung der Zwerggarnelen im Aquarium

Die meisten Zwerggarnelen werden nur wenige Zentimeter groß. Deshalb erfreuen sich als farbenfrohe Beckengenossen wachsender Beliebtheit beim Besatz der meist nur wenige Liter messenden Nano-Aquarien. Man sollte aber bedenken, dass alle Zwerggarnelen zwar kein echtes soziales Netzwerk mit einer Rangordnung ähnlich der von Großarmgarnelen, Flusskrebsen oder Krabben bilden, aber gerne gesellig leben. Eine Einzelhaltung von wenigen Zwerggarnelen würde an Tierquälerei grenzen. Außerdem vermehren sich viele Zwerggarnelen sehr rasch, und dann wird solch ein Minibecken schnell zu klein. Je größer das Aquarium ist, desto leichter ist es, bestimmte Wasserwerte wie pH, Härte und Temperatur stabil zu halten. Viele Zwerggarnelen, besonders Wildfänge und Neuimporte, sind auf solche konstanten Wasserverhältnisse angewiesen und reagieren empfindlich auf plötzliche Änderungen der Milieubedingungen.

Zwerggarnelen sind ständig in Bewegung. Sie krabbeln umher oder schweben schwimmend an den Innenwänden des Aquariums empor. Dabei können sie selbst durch kleinste Öffnungen entwischen. Damit sie nicht außerhalb des Aquariums vertrocknen, muss dass Becken völlig ausbruchssicher sein und eine lückenlose Abdeckung haben. Eine weitere Gefahrenquelle für das Leben der Garnelen stellen Filteranlagen dar, in die vor allem die winzig kleinen Larven eingesaugt werden könnten. Daher sollte man in einem mit Zwerggarnelen besetzten Becken Innenfilter mit einer Schaumstoffpatrone schützen oder noch besser der sogenannte Hamburger Mattenfilter verwendet werden. Dieser Filter hat eine besonders große, feinpoorige Schaumstoffmatte, die von den Garnelen als zusätzlicher Weidegrund genutzt wird, in die sie aber nicht eingesaugt werden können. Als Standort für das Garnelenbecken sollte eine möglichst dunkle Zimmerecke gewählt werden. Die Garnelen mögen zwar einen Algenrasen zum Abweiden, aber bei direkter Sonnenstrahlung kann es zu einer Massenvermehrung unschöner Faden- und Schmieralgen kommen, die die Wasserpflanzen überziehen und ersticken, bis die Wasserverhältnisse im Aquarium kippen. Außerdem besteht in den Sommermonaten bei einem Standort im Sonnenlicht die Gefahr, dass sich das Wasser bis auf 30°C erhitzt, was für die meisten Zwerggarnelen den sicheren Tod bedeuten würde. Außerdem kommen in einer dunklen Ecke die Farben der Garnelen am besten zur Geltung. Aus dem gleichen Grund sollte auch für die meisten Zwerggarnelen-Arten ein dunkler Bodengrund gewählt werden. Neben zahlreichen Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten in Form von Ritzen in Steinen, kleinen Höhlen und Röhren darf auch eine wenigstens stellenweise dichte Bepflanzung mit möglichst feinfiedrigen Wasserpflanzen für den Hintergrund und einige niedrige Moos- und Algenrasen oder die sogenannten Mooskugeln , (die in Wirklichkeit aus Grünalgen gebildet werden) für den Vordergrund nicht fehlen. Auch einige Moorkienwurzeln sollten in einen Garnelenbecken platziert werden. Sie werden besonders gerne von den Zwerggarnelen abgeweidet, da sich auf der Oberfläche des Wurzelholzes zahlreiche Mikroorganismen ansiedeln. Außerdem gibt das Holz mit der Zeit Huminsäuren ins Wasser ab, die bakterizid wirken und damit der Gesundheit der Garnelen dienen. Einen ähnlichen Effekt erzielt man mit getrocknetem Herbstlaub von Eiche, Buche oder Erle oder einigen Seemandelbaumblättern.

Im Vergleich zu Aquarienfischen reagieren Zwerggarnelen wesentlich empfindlicher auf plötzliche Änderungen der Wasserverhältnisse. Temperatursprünge, pH-Änderungen oder Schadstoffeinflüsse können bei den Garnelen regelrechte Schockzustände auslösen. Besonders kritische Phasen sind die Eingewöhnung der Garnelen und der Wasserwechsel. Aber auch die Einrichtung, Bepflanzung und das „Einfahren“ des Aquariums müssen sorgfältig geplant und durchgeführt werden. Auch wenn dies von den Fachhändlern immer bestritten wird, viele Wasserpflanzen stammen aus „Dampftopfzuchten“ und wurden entsprechend gedüngt. Daher sollte man die Pflanzen einige Tage in einem separaten Behälter wässern und das Wasser täglich wechseln, bevor man sie ins Aquarium einpflanzt. Als Steine; Kies und Sand müssen Sorten gewählt werden, die die Waserchemie im Aquarium nicht nachhaltig verändern – zum Beispiel indem sie das Wasser aufhärten. Sehr empfindlich reagieren Garnelen auf Schwermetallverbingungen im Wasser, besonders auf Kupfer. Bei Garnelen wird der Sauerstoff im Blut nicht wie bei uns durch Hämoglobin, sondern durch Hämocyanin transportiert, welches durch Kupferionen blockiert werden kann.

Garnelen werden erst seit wenigen Jahren in Aquarien gepflegt. Besonders Wildfänge und Neuimporte sind anfällig für Krankheiten. Es gibt nur wenige Medikamente, die speziell zur Bekämpfung von Krankheiten bei Garnelen entwickelt worden sind. Infektionskrankheiten durch Bakterien, Pilze oder Viren sind oft unheilbar. Daher gilt bei der Pflege von Zwerggarnelen immer zunächst der Grundsatz „Vorbeugen ist besser als Heilen“. Und die beste Möglichkeit zum Vorbeugen besteht darin, das Immunsystem der Garnelen zu stärken, indem man artgerechte Wasserverhätlnisse und Milieubedingungen schafft, die Garnelen abwechslungsreich füttert und ihnen eine stressfreie Umgebung bietet.

Es ist verständlich, dass sich Garnelen unter ihresgleichen, also im Artbecken, am wohlsten fühlen. Dennoch können sie mit einigen anderen Wasserbewohnern vergesellschaftet werden. Dazu gehören andere Zwerggarnelen, sofern sie sich nicht mit diesen kreuzen können, Fächergarnelen, die meisten Wasserschneckenarten und Muscheln, sowie einige kleine, friedliche Fische darunter vor allem die kleineren Bärblingsarten wie dem Moskitobärbling, dem Zwergbärbling und dem Perhuhnbärbling. Unbedingt abgeraten werden muss von den räuberischen Großarmgarnelen und den meisten Flusskrebsbarten (abgesehen von den harmlosen Cherax -Arten).

Nachzucht von Zwerggarnelen unter Aquarienbedingungen

Bei den Zwerggarnelen kommen zwei völlig verschiedene Fortpflanzungstypen vor: Beim spezialisierten, hochentwickelten Vermehrungstyp vollzieht sich die gesamte Larvalentwicklung im Ei, das deshalb relativ groß und dotterreich sein muss. Das Garnelen-Weibchen trägt zwischen 20 und 40 dieser Eier im schützenden Brutraum zwischen den Schwimmbeinen mit sich herum, bis nach ungefähr einem Monat die voll entwickelten, aber noch winzig kleinen Junggarnelen schlüpfen. Sie gehen sofort zum Leben am Boden über und gehen auf Futtersuche. Verwertbare kleine Nahrungspartikel finden sie auf Moosbällen, auf Polstern von Wassermoosen oder im Bodenmulm des Aquariums.

Beim primitiven, ursprünglichen Vermehrunsgtyp produzieren die Zwerggarnelen-Weibchen sehr viele, kleine Eier, aus denen bereits nach kurzer Zeit winzig kleine Erstlarven, die sogenannten Zoea-Larven schlüpfen. Diese leben zunächst planktisch und durchlaufen eine ganze Reihe von Stadien bis sie schließlich sich zu vollentwickelten, kleinen Junggarnelen häuten und zum Leben am Boden übergehen. Einige Garnelenarten vollziehen diese gesamte Entwicklung im Süßwasser, während andere sich stromab treiben lassen bis ins Brack- oder Meerwasser, da sie ihre Larvenentwicklung nur unter ganz bestimmten Salzkonzentrationen vollziehen können. Am Ende der Larvalperiode wandern sie dann wieder stromauf ins Süßwasser bis zu ihren angestammten Siedlungsbereichen. Da die Wanderung ins Meer und zurück mit hohen Verlustraten verbunden ist, müssen die Garnelenweibchen zur Arterhaltung sehr viele Eier produzieren.

Garnelenarten vom spezialisierten Fortpflanzungstyp sind sehr einfach im Aquarium nachzuzüchten. Das funktioniert praktisch von selbst ohne großes Zutun – sogar im Gesellschaftsbecken. Es sei denn, man will bestimmte Hochzuchtstämme farb- und sortenrein erhalten, aber dies sollte man den Spezialisten überlassen. Beim primitiven Fortpflanzungsytp mit einer Larvenenwticklung im Süßwasser wird die Nachzucht schon schwieriger, ist aber möglich. Kompliziert wird es aber mit der Nachzucht von Garnelenarten, die zum primitiven Fortpflanzungstyp gehören mit einer Larvenentwicklung im marinen Milieu. Das gelingt nur, wenn man die Larven vom Süßwasser durch schrittweise Erhöhung der Salzkonzentration ins Salzwasser überführt.

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